„Tora Tora Tora“ als in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 die US-Flotte in Flammen stand

Der Überfall japanischer Torpedo-Kampfbomber unter dem Kommando von Admiral Isoroku Yamamoto am 7. Dezember 1941 auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii war im japanischen Militär- Verständnis ei Akt der Kriegsvermeidung als martialisch brutaler Paukenschlag und Warnschuss gegenüber den USA exekutiert, auf keinen Fall mit dem Kaiseereich Japan einen Krieg zu wagen

Das Ergebnis dieser Kriegshandlungen aus der Luft mtten im Frieden ohne Vorankündigung war der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg.

Eine formale Kriegserklärung lag zum Zeitpunkt des Angriffs in Washington D. C, nicht vor, sollte womöglich nie erfolgen, weil Japan ersten gar keinen Krieg mit den USA plante, zweitens das Überraschungsmoment des Angriffs auf Pearl Habor gewahrt bleiben sollte

Was Japan mit seinem Überfall auf die ungleich stärkeren USA als Gegner bezweckte war wohl im Glauben an den eigenen Nimbus im pazifischen Raum der neue GottSeiBeiUns Schrecken in der Welt zu sein, dadurch die Verhinderung eines in der Luft liegenden Krieges mit den USA durch einen Angriff in Paerl Habor, „unverfänglich“ weit weg vom Heimatboden der USA zu erzwingen.

Bis heute bleibt unklar, wie überrascht die US- Administration in Washington D. C von dem japanischen Angriff wirklich war.oder ob hier, was heute im Internet passiert, vorsätzlich implementierte Systemfehler genutzt wurden, sich jede Option und sei es zu Lasten des Friedens offen zu halten?

Im Januar 1939 hatte Roosevelt, gegen alle militärstrategisch sicherheitspolitischen Expertisen, , als Oberbefehlshaber der US-Navy die Verlegung der US-Pazifikflotte von San Diego nach Pearl Habor 3000 Seemeilen von der US-Küste. mitten im Pazifik auf Hawai befohlen. Ob diese Verlegung der US-Pazifikflotte der Schiffskontrolle eines zu erwartenden Handelsembargos gegen Japan galt, das dann im Juli 1941 von den USA, Großbritannien, Indien verkündet wurde, ist meines Wissens bisher historisch nicht erforscht.

Nun lag die US.Pazifikflotte, mitten in der Weite des Pazifiks, wie ein fetter Köder, Japan vor aller Weltöffentlichkeit als Angreifer in einen kommenden Krieg zu locken. Was dann ja auch am 7.Dezember 1941 geschah.

Warum sich die US-Administration in Washington D. C., trotz vielseitig historisch belegter Kenntnis über den Zeitpunkt des japanischen Angriffs auf Pearl Habor, allen Vorsichts- , Schutzmaßnahmen, der Auslösung von Alarm enthielt, ja sogar peu a peu die US.Pazifikflotte gegen den Protest eines US-Admirals mit Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa am 1. September 1939 ausdünnte, der dann versetzt wurde, verweist auf eine verhängnisvolle Einstellung damaliger Regierungen der Großmöchte.

US-Präsident Franklin D. Roosevelt verhielt sich am Vorabend des japanischen Angriffs auf Pearl Habor am 7. Dezember 1941 wie zuvor Josef Stalin, als der, trotz taggenau verschlüsselten Hinweisen des Top-Spions Richard Sorge (1895 geboren, im November 1944 in Tokio als Spion verraten hingerichtet) aus Tokio nach Moskau in die KGB-Tentrale, der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ im deutschbesetzten Europa auf die Auslösung des Unternhemens „Barbarossa“, den Angriffskrieg der Deutschen Wehrmacht gegen die UdSSR am 22. Juni 1941, als reine Desinformation auslegte, um auf keinen Fall durch Schutzmaßnahmen, wie der Mobilsierung der Roten Armee an der Westfront, Auslösung von Alarm, nicht als Aggressor dazustehen.

2.403 amerikanische Zivilisten, Soldaten starben bei dem Angriff, Kriegsversehrte, Traumatisierte nicht gezählt.

Die Mehrzahl von ihnen Marinesoldaten. Fast die Hälfte starb, als japanische Torpedos, die in der Luft aus Kampfbombern katapultiert wurden, das Schlachtschiff Arizona versenkten.

Bis zur Oberkante unter der Borddecke vollgestopft mit Munition, explodierte das Schiff in einem gewaltigen Feuerball.

Am 7. Dezember 1941 tauchen kurz vor 8 Uhr morgens japanische Torpedo-Kampfbomber am Himmel über der hawaiischen Insel O’ahu auf. In zwei Wellen greifen 360 Flugzeuge den Hauptstützpunkt der US-Pazifikflotte an.

Was zu nächst von den amerikanischen Soldaten für ein Manöver Angriff im Frieden gehalten wurde, offenbarte sich schlagartig als militärische Katastrophe für die USA.

„Tora Tora Tora“ verstehen die schockierten amerikanischen Funker, was auf Japanisch „Tiger Tiger Tiger“ heißen könnte. Aber der Funkspruch war viel prosaischer zusammengesetzt aus den Silben „to“ und „ra“ bezog er sich auf die eigens für den Einsatz in den flachen Küstengewässern Hawaiis entwickelten Torpedo-Geschosse der Japaner: to-tsugeki – angreifen und ra-igeki – Torpedo. „Tora“ hieß nichts weiter als Torpedobomber.(Quelle: (Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk 6.12.2016):

Die Warnung aus dem Truppenradio bezeugt, wie unvorbereitet die Amerikaner waren – trotz höchster Alarmbereitschaft.

„Dies ist keine Übung, dies ist ein echter Angriff. Wir werden von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Man sieht das Zeichen der aufgehenden Sonne auf den Tragflächen jedes einzelnen Flugzeugs. In diesem Moment greifen sie Pearl Harbor an.“

Binnen knapp zwei Stunden versenken japanische Flugzeuge fünf Schlachtschiffe, sie beschädigen drei weitere schwer und schießen elf andere Kriegsschiffe zusammen. 188 US-Flugzeuge werden am Boden vernichtet, die Japaner verlieren gerade mal 29. Pearl Harbor steht in Flammen, die amerikanischen Radiosender unterbrechen ihre Programme:

„We interrupt this program to bring you a special news bulletin. The Japanese have attacked Pearl Harbor, Hawaii, by air, President Roosevelt has just announced.”

Die unter militärstrategischen Gesichtspunkten geniale Konzeption des Angriffs lag bei Admiral Isoroku Yamamoto, ein in vieler Hinsicht außergewöhnlicher Mann. Er hatte in Harvard so erfolgreich Englisch und Erdölwirtschaft studiert, dass ihn amerikanische Ölfirmen von Harvard weg einstellen wollten. Yamamoto waren Amerikaner vertraut, er pflegte Freundschaften mit vielen Kommilitonen. Er bewunderte die Effizienz der Amerikaner und war der festen Überzeugung, dass es zwischen dem Kaiserreich Japan und den USA niemals Krieg geben dürfe, weil die USA uneinholbar überlegen waren, dazu, anders als Japan, über reiche Vorkommen an Kohle, Erzen, Öl, Gas verfügen

Andererseits reizte ihn als leidenschaftlicher Spieler jede strategische Spekulation. In Harvard entdeckte Yamamoto außerdem noch eine andere Leidenschaft, das Fliegen.

Mitte der 20er-Jahre machte Yamamoto seinen Pilotenschein.

Wie viele junge Piloten im Verständnis vom aufkommenden Flugwesen gelangte er zu der Vorausschau, dass in künftigen Kriegen Flugzeuge als Angriffswaffen eine große Bedeutung zukommen wird.

. Im Jahr 1927 wird er Kaiserlicher Marine-Kommandeur eines so eben in Dienst gestellten Flugzeugträgers. Sein militärstrategisches Augennmerk richtet sich auf die Flugzeugnavigation in den nördlichen Breiten unseres Planeten.

Yamamoto schien prädestiniert, den Angriff auf Pearl Harbor auszuführen. auch wenn er diesen aus erwogenen Gründen unverkennbarer Überlegenheit der USA gegenüber Japan politisch nicht gewollt hat.

So einen Krieg zu führen, hielt er für ein Verhängnis. Die politische Führung Japans und die Armee hatten den Angriff beschlossen. Unter Befehlsgewalt gesetzt, plante der Admiral einen Überraschungseffekt, erklärt Professor Yaguchi gegenüber Jürgen Hahnefeld vom Deutschlandfunk:

„Yamamoto wusste, dass Japan keinen Krieg gegen die USA durchstehen konnte. Sein Ziel war es deshalb, den Amerikanern mit einem kurzen, gewaltigen Schlag zu zeigen, dass sie sich besser nicht mit Japan anlegen sollten. Für ihn ging es bei Pearl Harbor nicht darum, einen Krieg zu beginnen, sondern die Flotte der USA so weit wie möglich zu zerstören.“

Im Morgengrauen des 7. Dezember drehen sechs mit Torpedo-Kampfbombern vollbestückte Flugzeugträger, zwei Schlachtschiffe, drei Kreuzer und elf Zerstörer 370 Kilometer nordöstlich von Pearl Harbor in den Wind, um Kampfbombern beim Start Auftrieb zu verschaffen

Der 7. Dezember 1941 ist ein Sonntag. Der Himmel schimmert blau über der Weite des Pazifiks, amerikanische Matrosen, Soldaten, Zivilisten sitzen gewohnt beim Frühstück. Sie sind ahnungslos. Da bricht das Inferno über sie herein.

„Dies ist eine Sondermeldung. Das kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt: Das Heer und die Marine des Kaiserreiches sind im westlichen Pazifischen Ozean gegen die USA in den Kriegszustand eingetreten.“

„Die Japaner sind davon ausgegangen, dass nach einem ersten Sieg der Japaner „Aus heiterem Himmel “ die Amerikaner so geschockt und paralysiert sein würden, – wie die Chinesen bei der japanischen Landnahme in der Mandschurei Jahre zuvor – , dass sie wahrscheinlich um Frieden betteln würden.“ erläutert Sven Saaler, Professor für moderne japanische Geschichte in Tokyo.

Doch diese Vorstellung erwies sich als historisch suboptimale Fehleinschätzung. Die Reaktion des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt fiel ganz anders aus, als es die Japaner erwartet hatten. Im Radio wendet sich US-Präsident Roosevelt an sein Volk:

„Yesterday, December 7th 1941, a date which will live in infamy, United States of America was suddenly and deliberately attacked by naval and air forces of the Empire of Japan.”

Roosevelt spricht von einem „Tag der Schande“, an dem Japan die USA urplötzlich und vorsätzlich angegriffen habe. Vom Kongress erhält er die Legitimation, Japan den Krieg zu erklären.

Auch Japans Militärdiktator Hideki Tojo meldet sich am Tag nach dem Überfall auf Pearl Harbor zu Wort – mit einer Rede im japanischen Rundfunk (Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk 6.12.2016):

„Die Existenz Japans hängt von diesem Krieg ab. Der Zeitpunkt ist gekommen, dass 100 Millionen Japaner aufstehen und mit allen Kräften gegen die Vereinigten Staaten von Amerika kämpfen.“

Ob Japan tatsächlich urplötzlich angreifen wollte – also ohne formelle Kriegserklärung – ist umstritten. Es habe Missverständnisse gegeben in Japans Führung, heißt es. Die Kriegserklärung sei zwar vor dem Angriff ausgestellt worden, dann aber in den Mühlen der kaiserlichen Bürokratie hängen geblieben, anstatt zugestellt zu werden. Der Historiker Yaguchi sagt:

„Es wird noch immer über diese verspätete Kriegserklärung gerätselt. Aber ich frage mich, ob es den Kriegsverlauf verändert hätte, wenn die USA eine oder eine halbe Stunde vor dem Angriff gewarnt worden wären. Japan wollte ja den Überraschungseffekt.“

Auch, wenn später mehrere Kommissionen herauszufinden suchten, wie es den japanischen Streitkräften gelingen konnte, Amerika derart zu überrumpeln, bleibt der Verdacht, zumindest US-Präsident Roosevelt sei kaum von dem Angriff überrascht worden. Im Gegenteil: Für ihn war der Angriff auf Pearl Harbor der willkommene Anlass, sein Volk, das mehrheitlich gegen die Teilnahme der USA am Zweiten Weltkrieg war, hinter sich zu bringen.(Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk)

Plausibility of non-formalization as a political instrument

Voraussetzung war dafür, dass Roosevelt, trotz eindeutig dokumentiert vorliegender Erkenntnisse der US-Geheimdienste über einen am 7. Dezember 1941 bevorstehenden Angriff Japans, plausibel als nicht informiert zu gelten, vor die amerikanische Öffentlichkeit treten konnte, um seine Überraschung und sein Entsetzen authentisch zum Ausdruck bringen zu können. Was geschah.

„Klar ist: Roosevelt wollte in den Krieg gegen Hitler in Europa eingreifen. Pearl Harbor löste die richtige Stimmung aus. Viele Amerikaner empfanden die Attacke als unfair, noch dazu von Schlitzaugen. Auch solche rassistischen Motive spielten eine Rolle. Ich bin mit vielen Historikern einig: Roosevelt wusste, dass Japan die USA angreifen würde. Sie hatten ausreichend Funksprüche abgefangen. Aber sie wussten nicht, wo. Vielleicht eher auf den Philippinen, die ihnen ja gehörten. Aber Hawaii mit Flugzeugen? Das haben sie den Japanern nicht zugetraut.“, meint Jürgen Hanefeld (Deutschlandfunk)

Sie wussten sogar von einer für den 7. Dezember geplanten, 14-teiligen japanischen Note, mit der Japan die bilateralen Verhandlungen in Washington beenden sollte. Bis zuletzt hatten die Japaner vergeblich gehofft, Amerika zur Aufhebung des Ölembargos zu bewegen, das sie im Juli 1941 gegen Japan verhängt hatten.

Auslöser für das Ölembargo der USA gegenüber Japan, das nur noch für ein Jahr über Ölreserven im Sommer 1941 verfügte, war im Juli 1941 die völkerrechtswidrige Besetzung Französisch Indochina. Daraufhin beendeten die USA alle Öllieferungen nach Japan. Die USA, Großbritannien und die Niederlande ließen dem Ölembargo ein vollständiges Handelsembargo gegen Japan folgen.

Dermaßen außenpolitisch umzingelt, außenwirtschaftlich „eingehegt“ bzw. vom Weltmarkt ausgeschlossen wurde für Japan die Zeit von Tag zu Tag knapper, das Zepter des Handelns noch in der Hand zu behalten. Der Befreiungsschlag gegen Pearl Harbor musste erfolgen, solange es noch genügend Diesel für Schlachtschiffe, Flugzeugträger, U-Boote, Benzin für Panzer, rollende Geschütze, LKWs, Kerosin für Kampfbomber, Abfangjäger gab.
JP

http://www.deutschlandfunk.de/vor-75-jahren-japanischer-pyrrhussieg-mit-dem-angriff-auf.724.de.html?dram:article_id=373277
06.12.2016
Vor 75 Jahren
Japanischer Pyrrhussieg mit dem Angriff auf Pearl Harbor
Von Jürgen Hanefeld

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