Galt Oberst Stauffenbergs Attentat 20. Juli 1944 neben Adolf Hitler auch deutschen Generalstäblern?

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  1. Juli 1944 Eine verschworene Schar deutscher Offiziere wagte durch ein Attentat auf Hitler einen Staatsstreich. Scheiterten sie am dreckigen Kameraden Verrat deutscher Generäle?
    20. Juli 1944. Trumpft NS- Regime nach gescheitertem Staatsstreich auf und konfrontiert deutsche Generalität mit eigenen Kriegsverbrechen in Europa seit 1939?

Am 20. Juli 1944, genau vor 75 Jahren, wagte eine verschworene Schar deutscher Offiziere durch ein Attentat auf Hitler einen Staatsstreich. Scheiterten sie am Kameradenverrat deutscher Generäle und deren dreckigen und doch kläglich gescheiterten Deal unter Schurken mit dem NS- Regime?

Der Sprengstoffanschlag während einer Lagebesprechung in der Wolfsschanze, Hitlers Führer- Hauptquartier, nahe Rastenburg an der Ostfront. Die Auslösung des Unternehmens „Walküre“ gelang, der Staatsstreich scheiterte. Hitler, körperlich in schlechter Verfassung, wurde nur unwesentlich verletzt und triumphierte

„Die Vorsehung habe ihn für höhere Aufgaben gerettet“.

Nun nahm das Unvorstellbare seinen Lauf. Das Unternehmen „Walküre“, der Alarm zur Mobilisierung des Heimatersatzheeres wg. drohender Erhebung von über 12 Millionen Zwangsarbeitern im Reich und deutschbesetzten Europa war durch Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, den Hitler Attentäter, im Glauben an die gemeinsame Sache Hoher Militärs der Deutschen Wehrmacht und Hoher Vertreter der Zivilgesellschaft bis hin zu widerständigen Gewerkschaftern im Untergrund, ausgelöst. Doch nichts geschah.

Wurden die Verschwörer mit und um Oberst Graf Stauffenberg für einen letztendlich gescheitert geheimen Deal zwischen deutscher Generalität und dem NS- Regime geopfert und verheizt?

– Feldmarschälle, Generäle Deutscher Wehrmacht wurden mit hohen Dotationen versehen, Schenkungen von Rittergütern, Schlössern, Ländereien aus dem Sonderfonds des Führers Adolf Hitler zu Lasten Dritter und des Reiches, Teilhabe an europaweiten NS- Kultur und Kunstraubzügen im Wege sog. „Endlösung der Judenfrage“ nch der Wannseekonferenz Januar 1942, die Vernichtung europäischer , staatenloser Bürger*nnen auf europäischem Boden (Holocaust) – ,

Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Mann der Tat, der den Aufstand gegen Hitler wagt, ist im Verlauf von Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg gegen massive Widerstände, Vorbehalte aus den Reihen der Militärs und Rechts-Konservativen, ja selbst noch in der DDR, zur Symbolfigur des militärisch deutschen Widerstands geworden.

 

Heute wird Oberst Graf Stauffenberg gerne in TV Sendungen, wie 2016 in der ZDF- Sendung Peter Hahne mit dem Zeitzeugen Klaus von Dohnanyi gerne vom Oberst zum General befördert.

 

Das erscheint mir insofern fatal als Versuch der Umdeutung deutscher Militärgeschichte, weil es deutsche Feldmarschälle, Generäle waren, die das Scheitern des Unternehmens „Walküre“ mit absehbaren Folgen eines Rachefeldzuges des NS- Regimes verantworteten, weil sie die Option durch die Auslösung des Unternehmens „Walküre“ entstandene Macht als Vollziehende Gewalt im Reich, in durch die Wehrmacht besetzten Gebieten Europas nicht wahrnahmen, infolge dessen selber in großer Zahl in Schauprozessen vor dem Volksgerichtshof als „Volksverräter“ landeten, abgeurteilt und durch unehrenhaftes Erhängen im Zuchthaus Plötzensee hingerichtet wurden.

Dabei hatte die Generalität aller Waffengattungen der Deutschen Wehrmacht alle Trümpfe gegen das NS- Regime in der Hand, unter Ausblenden eigener Kriegsverbrechen, dank sog. „Hans von Donhnanyi- Papiere“, die Dokumentation der NS- Verbrechen seit 1933.

Hans von Dohnanyi saß, wie sein Schwager Dietrich Bonhoeffer, Bruder seiner Frau Christine, wg angeblicher Devisenvergehen seit 1943 mit seiner Expertise tatenlos und ohnmächtig in Untersuchungshaft.

– Dohnanyi hatte mit Bonhoeffer in der Abwehr unter Admiral Wilhelm Canaris erfolgreich Devisen „zweckentfremdet“ aufgewandt, um 14 Deutschen mit jüdischer Herkunft, verdeckt als Agenten angeworben, zum Exil in die Schweiz zu verhelfen. Seit den Nürnberger Rassengesetzen 1935 waren alle Arier Reichsbürger höheren Rechts, deutsche Juden, Roma, Sinti, waren von nun an Bürger Staatsbürger minderem Rechts bzw. staatenlos durch Ausbürgerung –

Hans von Dohnanyi hatte seine sog. geheime Dokumentation aber, angeblich dank mutiger Hilfe seiner Frau Christine, im Hauptquartier deutscher Heere in Zossen bei Berlin noch während der ersten Tage seiner Inhaftierung zur Sicherung in einem Safe hinterlegen können.

– Wenngleich dies Fragen aufwirft, warum sollten die Papiere ausgerechnet dort im Zentrum des Oberkommandos der Deutschen Wehrmacht in Zossen sicher sein, wo es doch angeblich dort nur vereinzelt Verbündete des Widerstandes gab, statt diese zumindest in Kopien ins Ausland zu verbringen?

 

Waren da noch ganz andere Überlegungen Richtung eines Deals mit dem NS- Regime als letzte Option im Spiel?, angesichts Namenslisten Widerständiger in der Deutschen Wehrmacht, im Deutschen Reich, womöglich auch in anderen Ländern im durch die Wehrmacht besetzten Teil Europas, darunter Namen hoher Militärs polnischer Untergrundarmee AK?

Zumal, soweit mir bekannt, offensichtlich nirgendwo im sicheren Ausland, z. B. in der neutralen Schweiz, Schweden, Duplikate, Kopien dieser brisanten Dohnanyi- Papiere hinterlegt wurden. –

Das waren, angesichts des Versagens deutscher Generalität im Verlauf des 20. Juli 1944 und danach auf tragische Weise vergebliche Mühen. Im Gegenteil .Die vom Generalstab und Oberkommando Deutscher Wehrmacht angeblich ausgelieferten Dohnanyi- Papiere wurden vom NS- Regime konfisziert, dokumentierten sie doch neben NS- Verbrechen, Verbrechen Deutscher Wehrmacht u. a. an 3 Millionen Kriegsgefangenen Rotarmisten in der Obhut Deutscher Wehrmacht nach internationalem Kriegsrecht?

– wobei im Dunkeln bleibt, ob Dohnanyi auch die Kriegsverbrechen der Deutschen Wehrmacht seit 1935, zuvor als Reichswehr 1934 beim sog. Röhm Putsch , selber dokumentiert hat – ,

Wer sich die damalige Lage vor Augen hält, Stauffenberg und engste Verschwörer wurden noch am späten Abend des 20. Juli 1944 gegen 0.00 Uhr im Innenhof des Bendlerblocks ohne rechtskräftiges Urteil, gemäß Militärgerichtsbarkeit, widerrechtlich auf Befehl Generalobst Fromm standrechtlich erschossen. Der Ausnahmezustand galt seit das Unternehmen „Walküre“ am frühen Abend gescheitert war, als ausgesetzt. Verschwörern stand ein ordentliches Verfahren vor noch bestehender Militärgerichtsbarkeit zu, das ihnen verweigert wurde.

Was sich dann abspielte, ist bis heute im Dunkeln. Auf jeden Fall, war der Versuch, wenn dieser überhaupt stattfand, das dass NS- Regime mit seinen Verbrechen seit 1933 konfrontiert, zur Abdankung zu bewegen auf ganzer Linie gescheitert. Vielleicht auch, weil, anders als es die „Dohnanyi- Papiere“ vielleicht hergaben, das NS- Regime die Verbrechen Deutscher Wehrmacht in von ihr besetzen Gebieten Europas als Vollziehende Gewalt sehr wohl dokumentiert hatte und nun aufständischen Feldmarschällen, Generälen, Obristen der Deutschen Wehrmacht, die im Westen Frieden schließen, im Osten weiter Krieg führen, KZs, Zwangsarbeit aufrechterhalten wollten, als Trumpf unter Schurken entwaffnend präsentierte.

Die Deutsche Wehrmacht war allein verantwortlich für den Tod von 3 Millionen sowjetischer Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft durch fehlende Unterkünfte, Kleidung, medizinische Versorgung, Unterernährung durch vorsätzlichen Nahrungsentzug, Zwangsarbeit bis der Tod eintritt.

Die Folge, die barbarisch monströse NS Rache mit Sippenhaft nahm ihren Lauf für diesen entglittenen Versuch unter Kriegsverbrechern einen Deal zu arrangieren? bei dem viele Unschuldige, Aufrechte zu Schanden und Tode kamen.

Hunderte wurden nach Folter, mit und ohne standrechtliches Urteil, hingerichtet, ermordet, Hans von Dohnanyi wie sein Schwager Dietrich Bonhoeffer wurden um den 9. April 1944 ermordet. Während es von Dietrich Bonhoeffer eine Grabstätte gibt, wird das Grab Hans von Dohnanyis bis heute vergeblich gesucht.

Adolf Hitler gab sich nach dem Attentat zutiefst gekränkt über diesen Putschversuch hoher deutscher Militärs, verstand er sich selber doch als Sohn des Krieges 1914- 1918 und als Geschöpf der Reichswehr ab 1923- 1935 bis zur Gründung Deutscher Wehrmacht nach gemeinsamer Niederschlagung sog. „Ernst Röhm- Putsches“ der SA vom 30. Juni 1934 durch SS- Verbände, mit der Reichswehr als logistischem Helfer, sich selber als vom deutschen Volk, von der Reichswehr installiert ermächtigt Oberstem Gerichtsherrn. Über 200 Personen kamen zu Tode, darunter von seinen Kameraden in der Reichswehr verraten, fallen gelassen, Reichskanzler a. D. General Kurt Schleicher und Frau.

Der Kameraden- Verrat deutscher Generalität gegenüber Stauffenberg und Verschwörer braucht gar nicht diesen dreckigen Deal mit dem NS- Regime, gleich, ob er nun als Versuch in letzter Stunde stattgefunden oder nicht stattgefunden hat, der eigentliche Kameraden- Verrat lag darin, überhaupt diesen Krieg gegen jedes bestehende Völkerrecht und Kriegsrecht verbrecherisch geplant, organisiert, populistisch als Völkervernichtungskampf propagiert und exekutiert zu haben.

Dass deutsche Generäle am Abend des 20 Juli 1944 Oberst Stauffenberg und seine engsten Verschwörer ohne rechtliche Grundlage exekutieren, wurde im Nachherein auch in Drehbüchern für bekannte Stauffenberg- Filme allzu gerne als Ehre rettender Gnadenakt unter Kameraden kolportiert.

War es in Wirklichkeit aber nicht der Versuch, sich dem NS- Regime als Retter und Herr der Lage für einen schmutzigen Deal anzudienen, der fehlschlug und sie ihr eigenes Leben kostete?

Was für eine moralisch verwahrlost hochspekulative Gesinnung unter deutschen Generälen 1944, die im Offiziers-Casino Jargon unter Ihresgleichen im Kosmos Deutscher Wehrmacht allseits locker verkündeten

„Das Schwein muss weg“.

– Gemeint war der Oberbefehlshaber Deutscher Wehrmacht Adolf Hitler –

Um dann einem einarmig einäugig kriegsversehrten Oberst Stauffenberg, der einen Arm, ein Auge im Afrika- Einsatz im Februar 1943 verloren hatte, die ganze Last der Ausführung des Attentats auf Hitler in der Wolfsschanze aufzubürden und für den Fall, dass das Attentat misslingt, sich die Option offenzuhalten, vom Widerstand zurückzutreten, indem sie den Attentäter, bar jeder gesetzlichen Grundlage ohne Verhandlung exekutieren und mit dem NS- Regime, mit Verweis auf die „Dohnanyi- Papiere“ von einer nur scheinbar patriotisch moralisch hohen Warte aus einen schmutzigen Deal anstreben.

Ich weiß nicht wirklich, warum, aber ausgerechnet an dieser Stelle muss ich an den gescheiterten Militärputsch in der Türkei vom 15. Juni 2016 denken. Der medial als unprofessionell dargestellt wird, weil hier womöglich einige Militärs von anderen Militärs im Gefühl kameradschaftlicher Verbundenheit mit Mehrheiten zum Putsch verführt wurden, um dann für weitergehend schmutzige Deals, Staatsstreichs von oben von diesen „verheizt zu werden, wie Oberst Stauffenberg und Verschwörer am 20. Juli 1944 ?

JP

 

http://www.zdf.de/peter-hahne/peter-hahne-spricht-mit-seinem-gast-klaus-von-dohnanyi-ueber-den-widerstand-gegen-das-ns-regime-44366716.html
SENDUNG VOM 18.07.2016
Vermächtnis 20. Juli 1944
Eine Familie im Widerstand

http://www.planet-wissen.de/geschichte/nationalsozialismus/das_attentat/index.html