Dass Linke, außer staatssozialistisch, sich wie Nikolai Hagedorn mit Meriten von gestern schmücken ist neu

Dass Linke, außer staatssozialistisch unterwegs, sich mit Meriten von gestern schmücken, ist mir neu.

Rechte leben nie von Substanz, wenn ja von Substanz anderer, derer sie sich bemächtigt, u. a. beim Jubeln, Feiern aus Kontext gerissen vergangener Meriten, an deren Entstehen sie 0 Anteil hatte. Nein sie leben von Posen, auf die Medien springen, draufsatteln, dabei fantastische Gedanken entwickeln, sie als Revolution von rechts zu intonieren. Wobei Erstürmen der Reichstagstreppe 29.8. 2020 von 200 People in Medien zum Sturm auf Reichstag mutiert, Siegheil rechter Propaganda der Tat. Dabei wollten die ganz Pose Fahnen schwenken, bei einigen Fahnen fatal, nur Selfis machen

Gelingt Rechten Propaganda der Posen, die ihnen als Propaganda der Tat gilt, im Bunde mit Medien, Förderern aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kirchen, Gewerkschaften, wie Nazis zu Beginn 1933, machen Linke Erfahrung, dass vormalige Weggefährten, fantastische Gedanken entwickeln, was aus rechter Unternehmung, wenn sie richtig eingehegt, alles entstehen kann. Vor diesen Weggefährten hat sich Hannah Arendt mehr gefürchtet, als vor Nazis selber.

Was „Neoliberalismus“ hervorbringt sind Posen, die versessen auf „Schlanken Staat“ gesellschaftlichen Strukturen Substanz nehmen, unter Bekämpfung von Korruption, Zinswucher verstehen, diese zu legalisieren, wie David Graeber in seinem Buch „Schulden“ S. 298 schreibt, zu denen Rechtsradikale völkische Varianten liefern. Selbst DDR Großschriftsteller Stephan Hermlin (1915-1997) hat sich mir gegenüber 1988 mokiert, wir wollen keinen Rechtsstaat, wir wollen Linksstaat. Klang mokant wurde aber von Martin Walser 2008 ernst gemeint, als er öffentlich Grußadresse entsandte an wg. Korruptionsverdacht einsitzenden Siemens Vorstand, weil, wie er meinte, Korruption Wohlstand für alle mehrt.

Fatal, seit Merkel Kanzlerschaft 2005, dass sie alle linken Erfolge durch asymmetrische Demobilisierung politischer Linken als ihr Werk abräumt, jetzt dabei, FFF zu vereinnahmen, bevor sich Linke zur Klimakrise klar positioniert. Wie soll Kapitalismus am Ende sein wenn er keine juristische Person mit zustellbarer Adresse ist?

JP

https://taz.de/Nach-Coronademos-in-Berlin/!5707915/

Die Coronaproteste sind keine Demonstration von Stärke. Sie sind das letzte Aufbäumen einer gesamtgesellschaftlich in die Defensive geratenen Rechten.

Nach Coronademos in Berlin:

Die frustrierte Minderheit

Coronademo am 29. August in BerlinFoto: Christian Mang/reuters

  • 11. 9. 2020

GASTKOMMENTAR VON

NICOLAI HAGEDORN

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