Steigt US-Präsident Trump aus atomaren Dr. Seltsam Chaostheorie Vabanquespiel aus?

Dr. Seltsam – Telefongespräch mit Dimitri
Equilibrium0007

Dr. Seltsam, oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben“ der Film von Stanley Kubrick mit Peter Seller in der Hauptrolle als ns-deutscher Atomphysiker im Pentagon mit Armprothese aus dem Jahr 1943, die bei Erregungszuständen automatisch die Hand zum Hilter Gruß hochschnellen lässt. Der Film kam 1964 in den USA, Europa in die Kinos

– Originaltitel des Films Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb

Im Jahr 1983 geschieht, was lange beschworen, händeringend unbestimmt erhofft, Stanislaw Petrow, 1940 geboren, Sohn eines sowjetischen Kampfpiloten, Oberst der Luftabwehrstreitkräfte, wird zum Retter der Welt vor dem atomaren Inferno, das der US-Präsident Ronald Reagan mit seiner Strategie der Spannung mitten im Kalten Krieg zwischen den atomaren Supermächten USA, UdSSR als Gefahrenlage mit 7 Minuten Vorwarnzeit im Namen der Chaostheorie, außenpolitischer Demonstration von Unberechenbarkeit statt Berechenbarkeit Richtung eines kollektiven Sicherheitssystems durch Manöver Chaostage Vabanquespiel heraufbeschwört. „Reagons makaber witzig gemeinter Schnack „ich habe so eben befohlen, die UdSSR mit atomar bestückten Interkontinentalraketen anzugreifen!“

– Der Falklandkrieg 1982 ist ein Jahr her, Grenada von den USA, außenpolitisch unabgestimmt, im Handstreich besetzt –

„…der Himmel hält immer Überraschungen bereit.“ So wie damals, als der Himmel ihn zu täuschen versuchte, aber Petrow  ihm auf die Schliche kam. Er hat sich nicht blenden lassen, schreibt Der Spiegel.im Jahr 2010 in Erinnerung an die Heldentat.

Dabei hat Petrow, neben seiner Heldentat als Befahlsverweigerer und Weltretter, noch etwas ganz anderes offenbart, die Theorie atomarer Abschreckung war und ist von Anfang an nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurde.

Das Ziel der Theorie atomarer Abschreckung war etwas anderes, galt dem Ziel, die gegenseitgen Feindbilder in West und Ost ins mystisch Mythische gehoben, nach innen und außen als Instrument der Abschottung von Menschen, Medien, Meinungen Märkten, Ideen, sozialen Bewegungen und Währungsräumen zu dienen. Die Hegemonie der Atommächte sollte die Atomhabenichte, entgegen Atomsperrvertrag 1957/1968 Versprechen, eine atomwaffenfreie Welt herbeizuführen, unter der Fuchtel ihrer Militärmacht als aufgezwungener Schutzgarant halten.

– das Versprechen wurde von US Präsident Barack Obama 2009 in seiner Prager Rede an die Welt erneuert – ,
Diese Theorie galt also niemals als Mittel der Wahl für Kriegführung gleich für welchen Krieg nach außen, innen, sondern der Verschleierung des ökonomischen Drucks nach innen, außen, um die eigene Bevölkerung, Verbündete einzuhegen, die Ausweitung der Nutzung der Kernernergie zur teuren Stromherstellung in Ost und West gleichermaßen unter dem Heiligenschein ihrer angeblichen Friedfertigkeit ungestört voranzutreiben, kartellartig, über die Blockgrenzen hinweg, die Hand auf die Weltvorkommen an Roh-Uran u. a. Rohstoff Ressourcen zu halten.

Donald Trump will nun als US-Präsident, anders als Barack Obama, Hillary Clinton, nichts an atomaren Waffenarsenalen modernisieren, er will die Theorie atomarer Abschreckung auf den Prüfstand stellen, bzw. den ganzen teuren atomaren Schrott und Giftmüll entsorgen, Was zu Kriegsführung nicht taugt, kann weg, das gehört verschrottet, meint Trump, weil die Vorhaltung und Wartung für den Tag X zu teuer ist, außer Besserwisser in Europa, Japan, Südkorea. Israel lassen sich den nordamerikanischen Atom- Schrott und Giftmüll überteuert andrehen.
JP

Dr.Seltsam-Oder wie ich lernte die Bombe zu lieben,Trailer deutsch
hellmark1977

http://www.spiege

l.de/einestages/vergessener-held-a-948852.html
Vergessener Held
Der Mann, der den dritten Weltkrieg verhinderte
Mittwoch, 21.04.2010 18:14 Uhr

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Herzlichen Glückwunsch Alexander Kluge zum 85. Geburtstag

Alexander Kluge: Das Handwerk des Erzählers
die kleine filmfabrik
die kleine filmfabrik

Vom Blitzfrieden 1648 Heute wird Alexander Kluge 85 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch an Alexander Kluge von dieser Stelle auf dieser Welle Von Blitzkriegen, Blitzfluchten, Blitzfrieden

Alexander Kluge weiß in seinem 2016 erschienen Buch,

– „30. April 1945. Der Tag, an dem Hitler sich erschoss und die West- , Ostbindung der Deutschen in einem geteilten Land begann“. Suhrkamp Verlag, 316 Seiten, 24,95 Euro –

neben Blitzkriegen, Blitzfluchten, von Blitzfrieden zu erzählen, Dabei führt er den niederländisch- spanischen Krieg (1568 bis 1648) an, der achtzig Jahre währte und dann, nach unendlich langem vergeblichen Anläufen, Versuchen, einen Tag auf den anderen, durch einen Blitzfrieden, den Westfälischen Frieden 1648 von Münster/Osnabrück zustande kam. , Dieser Frieden galt gleichzeitig dem Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618- 1648), der überwiegend in deutschen Städten, Landen, Landschaften als ein Meister des Todes in Europa gegenüber urbaner und dörflicher Bevölkerung sein mörderisches StellDichEin der Soldateska aus allen Herren Länder gab..

Historisch immer wieder neu erzählt, neu gedeutet, wird der siegreiche Blitzkrieg der Deutschen Wehrmacht 1940 gegenüber den Alliierten, die Republik Frankreich, Großbritannien beispielgebend ins Feld geführt, weil hier die an Truppen-, Flugzeug- und Panzerzahl dem Dritten Reich weit überlegenen Alliierten trotzdem binnen sechs Wochen unterlagen. Was war passiert.

Um das zu verstehen, erinnert Alexander Kluge an Lebensläufe, Erzählräume im kollektiven Gedächtnis Europas. Erinnert an die mörderischen Stellungskriege an der Westfront auf belgisch- französischem Boden 1914- 1918, wo es, unter dem pausenlosen Trommelfeuer von Haubitzen, Granatwerfern, der Artillerie in den Materialschlachten kein Vor und Zurück, kein Entrinnen für die in ihren Schützengräben liegenden Soldaten der Armeen gab.

Archiviert beim illegal geheim tagenden Generalstab der Reichswehr

– Es galt, gemäß Versailler Vertrag 1919, für die Reichswehr das Verbot einen Generalstab zu gründen – ,

u. a. in der UdSSR, in Kooperation mit der Roten Armee, dann ab 1935 in der, aus der Reichswehr erwachsen, neu aufgestellten Deutschen Wehrmacht mit Alllgemeiner Wehrpflicht.

Pläne für einen Blitzkrieg gegen Frankreich gab es nicht, es galt unverbesserlich der vorherige strategische Schlieffen- Plan der Altvorderen 1914- 1918.

„Macht mir den rechten Flügel stark“.

„Unter Missachtung der Neutralität der Beneluxländer sollte im Fall eines Krieges mit Frankreich ein weiteres Mal Belgien, dieses Mal sogar die Niederlande mit massiven Truppenverbänden angegriffen, besetzt werden,

Die Frontlinien der Alliierten sollten nicht direkt durch eine Offensive gegen massive Festungswerke der Maginotlinie stattfinden, sondern vom belgisch-niederländischen Kanal kommend, mit einem Sichelschnitt , wie ein „Stahlgewitter Flug“ des Adlers, überraschend alliierte Festungswerke auf ranzösischen Boden hinterrücks durchstechen (s.gleichnamiger Titel des Kriegsromans Ernst Jüngers 1922).“

Die meist jüngeren hochrangigen Truppenoffiziere, unter ihnen General Mannstein, Guderian, hatten nur Eines im Sinne, auf keinen Fall dem Schlieffen Plan zu folgen und wieder in dem alten Schlamassel von 1914- 1918 des Stellungskrieges zu landen.

Also sann Mannstein auf einen neuen Offensiv- Plan, der bestand darin, womit Niemand rechnete, mit einer Panzerarmee, ohne für Truppen und Material Ruheräume aufzusuchen, aufs Geradewohl durch díe dichtbewaldeten Ardennen an die Kanalküste zu stürmen, den Feind durch einen Schwenk von hinten anzugreifen, auch wenn dabei Nachschub- Logistik- und Funkverbindungen aufgrund unüberbrückbaren Distanz zu eigenen Stäben in die Binsen gehen sollte.Das Wagnis mochte gelingen, weil die Deutsche Wehrmacht durch eine Art Vorstufe späterer Inneren Führung (general Graf Baudissin) in der Bundeswehr, bereits 1940 jedem Soldaten unter berücksichtigung der allgemeinen Befehlslage und Strategie des Oberkommandos innerhalb seines Gefechtsstandes Gestaltungsmacht gab. Das gab es damals in anderen Armeen nicht

Mannstein trug Adolf Hitler seinen Blitzkrieg- Plan vor, der war hell begeistert, Feuer und Flamme, stimmte dem Plan als Oberbefehlshaber der Deutschen Wehrmacht, ganz auf ein Vabanquspiel setzend, an der Heeresleitung vorbei, mit brennendem Herzen zu.

Das nennt Alexander Kluge in seinem Buch einen Blitzkrieg, bei dem die Truppe, eine Panzerarmee, bei Lichte betrachtet, sich als „Holländischer Gespensterreiter“ aus allen logistischen Nachschub Zusammenhängen der Kriegsführung gelöst, unter dem Vorwand einer Offensive, faktisch im Gewaltmarsch und Geschindschritt rasend aus dem Krieg heraus bewegt.

Warum erzähle ich das?

Ich erzähle das, weil am Beispiel der Beschreibung des Blitzkrieges 1940 durch die Ardennen ein überraschendes, bisher unbekanntes Phänomen der Arten von Flucht auftaucht.

Kriege sind in der Regel nicht dazu da, eigene Truppen in Feindesland freizusetzen, sondern deren Option einer Flucht durch straffe Kommandostukturen, dichte Anbindung an Stäbe, dazu einen Kampf gegen massive Befestigungen, Truppenverbände des Gegners an vorderster Front zu verhindern.

Es wird 1940 Blitzkriege genannt. Was ist es aber in Wirklichkeit?

Reichsdeutsche Truppen, Panzerverbände fliehen 1940 aus Angst vor Materialschlachten, Stellungskriegen 1914- 1918, ungestüm nach vorne ins Feindesland und marschieren, alle logistischen Verbindungen überdehnend, Brücken abbrechend, voran, flüchten, mangels Gegnerschaft in den Ardennen, freigesetzt aus dem Krieg heraus, genau das erzählt Aöexander Kluge als Gedankenspsiel, der einen Bogen von Damals ins Heute spannt.

Das genau tun auch Menschen in Katastrophen- und Kriegsgebieten. Sie setzen zu Blitzfluchten vor Tod und Verderben an, stürmen aus Gefahren- , Katastrophenzonen, aus Kriegsgebieten hinaus ins Freie, Unbefestigte.

. Sie tun dies, anders als beim Blitzkrieg, mit ihrer Blitzflucht, nicht in der insgeheimen Hoffnung, den Feind durch ein hochriskantes Manöver, ein Vabanquspiel, hinterrücks zu besiegen, sondern ebenfalls konkret aus dem Krieg selber heraus zu flüchten.

Sie suchen einzeln, als Deserteure, kollektiv in Flüchtlingstrecks das Weite, für keine Partei des Krieges mehr als „Kanonenfutter“, als „Manövriersmasse“ zur Verfügung zu stehen.

Selbst der entschädigungslose Entzug, Verlust an Unversehrtheit, Vermögen. Habseligkeiten, sozialen Zusammenhängen, Schule, Studium, Ausbildung, Berufen kann sie nicht zurückhalten.

Sie tun es in stiller Hoffnung um des Friedens Willen. Sie wollen dem Anstiften zum Frieden, durch das Abstimmen mit den Füssen für den Frieden mit unbekannten Ziel, aus der Not geboren ein persönliches Beispiel geben, Gesicht und Zunge zeigen, gleich ob Grenzen offen, Fluchtorte zugänglich sind oder nicht.

Sie riskieren auf der Flucht mit einem anhaltend stummen Schrei im Antlitz ihre Unversehrtheit, ihr Leben um des Allgemeinen Friedens der Völker in den Regionen ihrer Heimat Willen.

Sollten wir in Europa, in der EU deshalb Menschen auf der Flucht zu uns in Deutschland, in Bund, Ländern , Gemeinden nicht mit ganz anderen Augen betrachten, was viele unter uns ja bereits versuchen?, wenn ja, mit staunend bekümmert aber auch glücklichen Augen anschauen, dass sich Menschen, unter Zwang oder aus freien Stücken auf den beschwerlich gefahrvollen Weg machen, Kriegsgebieten zu entfliehen und damit den Langen Marsch hin zu jenem Tag, jener Stunde erst ermöglichen, wo im gesamten Nahen, Mittleren Osten, der Ukraine, den Regionen Afrikas der Blitzfrieden ausbricht?

Den Weg zur Heimkehr, zur Versetzung in den vorherigen Lebens- und Vermögensstand für die Menschen zu ermöglichen, die in ihrer Not, ihrer Verwundbarkeit, die unsere war und ist, zu uns kamen, ist das nicht des Menschen Völker Pflicht?

Was ist das Mandat, das 70 Millionen Flüchtlinge weltweit inner- und außerhalb ihrer Heimatländer durh ihre Abstimmung mit den Füssen der Internationalen Politik erteilen?

Es ist das Mandat mit sofortiger Wirkung unter den kriegführenden Parteien in ihren Heimatländern an allen Fronten einen Waffenstillstand herbeizuführen und treuhänderisch im Namen der Geflüchteten in Friedensverhandlungen einzutreten.

Sollten nicht, wenn überhaupt, nur erklärt angemeldete Kriege. von der Haager Kriegsrechtsordnung gedeckt sein, für die in Nachbarstaaten der Kriegszonen von vornherein vorausschauend, Ressourcen, Kapazitäten an Wohnraum, Versorgung, Trinkwasser, Nahrung, Medikamenten, Gesundsheitpflege, Beschulung von Kindern, Jugendlichen, Dokumentation von personenbezogenem Vermögensentzug für die geflüchtet Zivilbevölkerung, im Vprfeld vertraglich festgelegt, bereit gestellt sein, um gleichzeitig in Verhandlungen über einen Frieden zwischen verfeindeten Staaten, Ethnien, kriegführenden Parteien einzutreten?

Dafür gibt es in deutschen Botschaften, Konsulaten, Gesandtschaften vor Ort in Nachbarländern von Krisen- und Kriegsgebieten, hierzulande in Bund, Ländern, Gemeinden nach wie vor viel zu planen, zu organisieren, zu tun.

Packen wir es an!

„In uns wohnt gemeinsame Kraft, die das schafft, die wir in den Erzählräumen tanken, deren Verwirklichung Alexander Kluges lebenslanges Sinnen und Trachten als Kriegskind ist.

JP

Alexander Kluge (dctp): „Freuen Sie sich über die neuen Mitbürger?“ (dbate-Interview)

Patti Smith wird mit 70 immer eindringlicher „How Does It Feel“

Patti Smith – A Hard Rain’s Gonna Fall – Bob Dylan Nobelprize in literature 10 dec 2016
Marie Louiseblues

„Happy Birthday!

„How Does It Feel“ getting seventy years forever young Miss Patti Smith?

„How Does It Feel getting the Literatur-Nobelpreis 2016 Like A Rolling Stone by little Helper Patty Smith?“ Mr. Dylan

„Wie fühlt es sich jetzt an, ein rollender Stein zu sein?“ Mr. Bob Dylan.

Patti Smith wird heute 70 Jahre alt. Vorausgesetzt, es stimmt, schreibt Juliane Liebert in der heutigen Sueddeutschen sinngemäß, wenn man alles, was man über eine andere Person sagt, über sich selbst sagt, so könnten wir Patti Smith mit ihren eigenen Worten gratulieren, die sie einst Robert Mapplethorpe schrieb:

„Am Nachmittag, als du auf meiner Schulter eingeschlafen bist, bin ich auch weggedöst. Aber ehe ich das tat, als ich mir all deine Sachen und deine Arbeiten ansah und die Jahre der Arbeit in meinem Kopf durchging, fiel mir auf, dass von all deinen Kunstwerken du immer noch dein schönstes bist. Das schönste Werk von allen. Patti.“

Rede der LYRIC-IKONE Patti Smith am 10. Dezember 2016 in Stockholm anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises an Bob Dylan

Frei ins Deutsche übersetzt von Joachim Petrick

Ich wurde am 30. Dezember 1946 in Chicago im Strudel eines riesigen Schneesturms geboren. Mein Vater musste dem Taxifahrer bei der Fahrt an der Lake Küste entlang mit weit geöffneten Fenstern zu navigieren, während meine Mutter hinten mit mir schwanger in Wehen lag. Ich war ein mürrisches Baby, und mein Vater arbeitete, um mich am Leben zu halten, Oft hielt er mich über eine dampfende Schüssel, um mir zu helfen, zu atmen. Ich werde an sie beide denken, wenn ich zu meinem siebzigsten Geburtstag auf die Bühne des Riviera Theaters, in Chicago, mit meiner Band und meinem Sohn und meiner Tochter trete.

Trotz der emotional erschütternden Atmosphäre, die uns während der Präsidentschaftswahlen zu verschlingen drohte, habe ich versucht, Anfang Dezember in positive Stimmung Zeit mit meiner Arbeit zu verbringen, um den Bedürfnissen meiner Familie und den Vorbereitungen für das neue Jahr gerecht zu werden.

Aber vor meinem Auftritt in Chicago hatte ich noch eine letzte wichtige Augabe für das Jahr 2016 zu erfüllen. Im September wurde ich angesprochen, um bei der Nobelpreis-Zeremonie in Stockholm bei der Ehrung des Literatur,-Preisträgers/in zu singen, der oder die noch nicht nominiert war. Es würden ein paar Tage in Stockholm für mich sein, in einem schönen Hotel, mit Blick auf das Meer- eine ehrenvolle Gelegenheit zu glänzen, zu betrachten und zu schreiben. Ich wählte eines meiner Lieder, die ich für angemessen hielt, mit dem Orchester zu spielen.

Aber als bekannt wurde, dass Bob Dylan den Preis gewonnen und akzeptiert hatte, schien es mir nicht mehr passend, mein eigenes Lied zu singen. Ich befand mich in einer unerwarteten Situation und hatte widersprüchliche Gefühle. War ich In seiner Abwesenheit, für diese Aufgabe qualifiziert? Würde dies Bob Dylan, was ich mich niemals wünschen würde, entmutigen? Aber nachdem ich mich selbst verpflichtet und alles erwogen hatte, entschied ich mich, „A Hardcore A-Gonna Fall“ zu singen, ein Lied, das ich geliebt habe, seit ich ein Teenager war, und das ein Lieblingssong meines verstorbenen Mannes.war.

Von diesem Augenblick an verbrachteich jeden zu erübrigenden Moment mit dem Üben, um sicherzustellen, dass ich jede Zeile kannte und konnte. Nachdem ich meinen eigenen blauäugigen Sohn geboren hatte, sang ich die Worte des Liedes zu mir, immer und immer wieder, in der ursprünglichen Tonart, mit Freude und Entschlossenheit. Ich hatte es in meinem Kopf, das Lied genau so zu singen, wie es geschrieben wurde und so gut ich konnte. Ich kaufte mir einen neuen Anzug, trimmte meine Haare und fühlte, dass ich bereit war.

Am Morgen der Nobelzeremonie erwachte ich mit einiger Angst. Es regnete und regnete stark. Als ich mich anzog, stimmte mich das Lied zuversichtlich. In der Hotellobby war eine schöne japanische Frau im formellen traditionellen Kleid – ein gestickter cremefarbener Fußboden-Kimono und Sandalen. Ihr Haar war vollkommen fröhlich. Sie erzählte mir, dass sie dort war, um ihren Chef zu ehren, der den Nobelpreis in Medizin erhielt, aber das Wetter rohte ihr einen Strich durch ihre Rechnung zu machen. Sie sehen schön aus, sagte ich zu ihr; Kein Stiurm noch Regengüsse könnte ihre Schönheit gefährden. Als ich den Konzertsaal erreichte, schneite es. Ich hatte eine perfekte Probe mit dem Orchester hinter mir. Ich hatte meine eigene Tonabstimmung mit einem Klavier, und ich holte mir Tee und warme Suppe. Ich war mir bewusst, dass die Leute sich auf die Aufführung freuten. Alles stand mir vor Augen.

Ich dachte an meine Mutter, die mir mein erstes Dylan-Album gekauft hatte, als ich knapp sechzehn Jahre alt war. Sie fand es in der Schnäppchen Meile „bin an der fünf-und-dime“ und bezahlte sie mit ihrem Trinkgeld. „Er sh aus wie jemand, den du magst“, sagte sie zu mir. Ich spielte die Platte immer und immer wieder, mein Lieblingssatz „Ein harter Regen der A-Gonna Fall“. Es fiel mir dann ein, dass ich nicht in der Zeit von Arthur Rimbaud lebte, aber sehr wohl in der Zeit von Bob Dylan. Ich dachte auch an meinen Mann und erinnerte mich daran, das wir das Lied zusammen sangen und spielten, indem er mit seinen Hände die Akkorde anstimmte.

Und dann war es plötzlich soweit. Das Orchester war auf der Ampore mit Blick auf die Bühne ausgerichtet, wo der König, die königliche Familie und die Preisträger saßen. Ich saß neben dem Schaffner. Der Abend verlief wie geplant. Als ich dort saß, dachte ich, Preisträger der Vergangenheit gingen zu Fuß zum König, ihre Medaillen entgegen zu nehmen. Hermann Hesse, Thomas Mann, Albert Camus. Dann wurde Bob Dylan als Nobelpreisträger in der Literatur angekündigt, und ich fühlte mein Herz klopfen. Nachdem eine bewegte Laudatio, die ihm gewidmet war, verlesen wurde, hörte ich meinen Namen, und ich erhob mich. Wie in einem Märchen stand ich vor dem schwedischen König und der Königin und einigen der großen Geister der Welt, gewappnat mit einem Lied, in dem jede Zeile die Erfahrung und Widerstandsfähigkeit des Dichters, der sie schrieb, verkörpert.

Die Anfangsakkorde des Liedes wurden angestimmt, und ich hörte mich singen. Der erste Vers war passabel, ein bisschen zittrig, aber ich war mir sicher, dass ich mich behaupten würde. Aber stattdessen ereilten mich eine Fülle von Emotionen, die mit solcher Intensität fluteten, dass ich sie nicht in Balance halten konnte. Aus der Ecke meines Auges sah ich den riesigen Boomständer der Fernsehkamera und alle Würdenträger auf der Bühne und den Menschen jenseits. Ungewohnt an einem so überwältigenden Moment meiner Nerven zu lnden, konnte ich nicht fortfahren. Ich hatte die Worte nicht vergessen, die jetzt ein Teil von mir waren. Ich konnte ihnen einfach nicht meine Stimme geben

Dieses seltsame Phänomen ging nicht zurück, sondern zog mich grausam in sinen Bann. Ich mußte aufhören und um Verzeihung bitten und dann in diesem Zustand einen neuen Versuch wagen und in banger Fircht zu stolpern mit meinem ganzen Wesen singen . Trotz allem war von dem Lied ganz erfüllt, wie das Narrativ des Liedes mit den Worten beginnt

“I stumbled alongside of twelve misty mountains,”
(„Ich stolperte neben zwölf nebligen Bergen“

und endet mit der Zeile
“And I’ll know my song well before I start singing.”
(„Und ich werde mein Lied gut kennen, bevor ich anfangen zu singen.“

Als ich mich setzte, fühlte ich den demütigenden Stachel des Scheiterns, aber auch die seltsame Erkenntnis, dass ich irgendwie alles an widerstreitenden Gefühlen durchlitten hatte und wirklich die Welt der Texte lebte.

Später, beim Nobelbankett, saß ich gegenüber der amerikanischen Botschafterin- eine schöne, sich gut artikulierende, Iran-Amerikanerin. Sie hatte die Aufgabe, vor dem Bankettschluss einen Brief von Dylan zu verlesen. Sie las makellos, und ich konnte nicht umhin, daran zu denken, dass er zwei starke Frauen an seiner Seite hatte. Eine, die schwankte und eine, die nicht schwankte, aber beide hatten nichts im Sinn außer seine Arbeit imbesten aller denkbaren Sinne zu fördern

Als ich am nächsten Morgen aufstand, schneite es. Im Frühstücksraum wurde ich von vielen Nobelpreiswissenschaftlern begrüßt. Sie zeigten Anerkennung für meinen sehr öffentlichen Kampf. Sie sagten mir, dass ich meine Sache gutgemacht habe. Ich wünschte, ich hätte es besser gemacht, sagte ich. Nein, nein, antworteten sie, das wünschte keiner von uns. Für uns war Ihre Leistung eine Metapher für unsere eigenen Kämpfe. Die wunderbare Güte dieser Momente setzte sich für mich den ganzen Tag fort, und am Ende musste ich mich mit der wahren Natur meiner Aufgabe auseinandersetzen. Warum engagieren wir uns in unserer Arbeit? Warum tun wir das? Es ist vor allem für die Verwandlung der Menschen durch Unterhaltung . Alles was da ist, ist für sie. Das Lied bat um nichts. Der Schöpfer des Liedes bat um nichts. Warum sollte ich um etwas bitten?

Als mein Mann Fred starb, erzählte mir mein Vater, dass die Zeit nicht alle Wunden heile, sondern uns die Werkzeuge gibt, sie zu ertragen. Ich habe festgestellt, dass dies in den größten wie kleinsten Angelegenheiten zutrifft. Mit Blick auf die Zukunft bin ich mir sicher, dass der harte Regen niemals aufhören zu fallen, und dass wir alle wachsam sein müssen. Das Jahr ist zu Ende; Am 30. Dezember werde ich mit meiner Band „Horses“ und meinem Sohn und meiner Tochter in der Stadt, in der ich geboren wurde, auftreten. Und alles, was ich gesehen und erlebt und mich erinnere, wird in mir sein, und die Reue, die ich so schwer empfunden hatte, wird sich mit allen anderen Momenten freudig verschmelzen. Siebzig Jahre Momente, siebzig Jahre der Menschheit.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/patti-smith-wird-punk-ist-nur-eine-frage-der-disziplin-1.3314250
30. Dezember 2016, 12:25 Uhr
Patti Smith wird 70
Punk ist nur eine Frage der Disziplin
Von Juliane Liebert

http://www.newyorker.com/culture/cultural-comment/patti-smith-on-singing-at-bob-dylans-nobel-prize-ceremony?mbid=nl_TNY%20Template%20-%20With%20Photo%20(118)&CNDID=41298046&spMailingID=10052739&spUserID=MTMzMTg0ODkwMzUyS0&spJobID=1061287888&spReportId=MTA2MTI4Nzg4OAS2
New Yorker
14.Dezember 2016
How Does It Feel

Jürgen Todenhöfer wird ab Januar 2017 Freitag Herausgeber

Neues aus der Anstalt? Nein?, aber beim Freitag, der erhält nach jahrelang vakanter Herausgeber Position genau einen solchen, nämlich Jürgen Todenhöfer, 76 Jahre , ab Januar 2017, wie Jakob Augstein in der Freitag Printausgabe Seite 2 unter der Überschrift „Mahner gegen den Krieg“ schreibt.

Syriens Präsident Baschar al Assad im Interview mit Jürgen Todenhöfer ARD 2012 Teil

Jürgen Todenhöfer ist jener Mann, der auf dem rechten Flügel der CDU in jungen Jahren begann, zuvor Richter war. dann innerhalb der CDU immer mehr über die Mitte auf die Position “ im Zweifel links“ rückte, eben wie Jakob Augstein von Anfang an. Augstein meint, guten Rat kann jeder brauchen. Jürgen Todenhöfer wird als Herausgeber des Freitag die Chefredaktion beraten.

Jürgen Todenhöfer ist jener Publizist, Politiker einer Querfront gegen Krieg, der 2012, trotz aller Anfeindungen, in die Kälte des Syrienkrieges nach Damaskus ging, dorthin über Umwege eingeladen, mit dem syrischen Präsidenten, dem verbrecherischen Warlord Baschar al Assad ein Gespräch unter vier Augen zu führen,, das vom syrischen Staatsfernsehen weltweit ausgestrahlt wurde.

Jürgen Todenhöfer war es auch, der in der Sendung „Anne Will“ am 18.10.2012, einen weiteren Gast, den damaligen Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière unmittelbar auffordert „“Degradieren Sie General Georg Klein!“

Das war jener Oberst Georg Klein, inzwischen 2012 von de Maizière wg. Tapferkeit, besonderer Leistung im Kriegseinsatz in Afghanistan zum Brigadegeneral befördert, der am 6. September 2009, mitten im damaligen Bundeswahlkampf, an einen von ihm angeforderten Isaf US-Kampjetpiloten im Luftraum über Kundus/Afghanistan, trotz dessen wiederholte Vorbehalte wg, Isaf Richtlinien, Kampfhandlungen eher zu unterlassen, wenn Zivilpersonen zu Schaden kommen könnten, den Befehl erteilte, zwei liegen geblieben voll betankte Bundeswehr Tanklastzüge, etwa 15 Kilometer entfernt vom Bundeswehr Hauptquartier Kundus, zu vernichten und dabei zu versuchen, soviele wie mögliche Taliban Kämpfer zu neutralisieren, wie es im Militärjargon heißt

– viel war damals in Deutschlands Medien, entgegen der Mandatierung der Bundeswehr durch den Bundestag, die Rede, wir müssen endlich in Afghanistan nicht mehr vom Friedens- , sondern vom Kriegseinsatz der Bundeswehr sprechen –

Am Ende des Kampfeinsatzes liegen an die 120 Zivilpersonen, unter ihnen viele Kinder, Frauen Greise, tödlich zerfetzt am Boden, ungeachtet der ungezählten Verletzten, Traumatisierten. –

Oberst Klein wurde nach zugelasssener Klageerhebung von einem deutschen Gericht von allen Anschuldigungen, ein Kriegsverbrechen begangen zu haben, frei gesprochen.

Forderungen der Justiz in Afghanistan, Oberst Klein vor ein dortiges Gericht zu stellen, wurde von der Bundesregierung mit dem Hinweis auf die Isaf Statuten, die allen Soldaten der isaf Immunität zusichern, gleich welche Vergehen, Verbrechen sie im Einsatzgebiet Afghanistan begehen, als de jure unbegründet zurückgebwiesen

Matthias Brandt versuchte sich in dem Dokudrama „Eine mörderische Entscheidung“ als Hauptdarsteller der Figur des Oberst georg Klein anzunähern. Was ihm auf bedrückende Weise gelang.

Das ARD- Dokudrama wurde mitten im Bundestagswahlkampf 2013 bundesweit ausgestrahlt.
JP

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/juergen-todenhoefer-nagelt-thomas-de-maiziere
JOACHIM PETRICK 18.10.2012 | 19:07 93
Jürgen Todenhöfer nagelt Thomas de Maiziere

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/matthias-brandt-spielt-oberst-klein
JOACHIM PETRICK 30.08.2013 | 16:53 10
Matthias Brandt spielt Oberst Klein

„Tora Tora Tora“ als in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 die US-Flotte in Flammen stand

Der Überfall japanischer Torpedo-Kampfbomber unter dem Kommando von Admiral Isoroku Yamamoto am 7. Dezember 1941 auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii war im japanischen Militär- Verständnis ei Akt der Kriegsvermeidung als martialisch brutaler Paukenschlag und Warnschuss gegenüber den USA exekutiert, auf keinen Fall mit dem Kaiseereich Japan einen Krieg zu wagen

Das Ergebnis dieser Kriegshandlungen aus der Luft mtten im Frieden ohne Vorankündigung war der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg.

Eine formale Kriegserklärung lag zum Zeitpunkt des Angriffs in Washington D. C, nicht vor, sollte womöglich nie erfolgen, weil Japan ersten gar keinen Krieg mit den USA plante, zweitens das Überraschungsmoment des Angriffs auf Pearl Habor gewahrt bleiben sollte

Was Japan mit seinem Überfall auf die ungleich stärkeren USA als Gegner bezweckte war wohl im Glauben an den eigenen Nimbus im pazifischen Raum der neue GottSeiBeiUns Schrecken in der Welt zu sein, dadurch die Verhinderung eines in der Luft liegenden Krieges mit den USA durch einen Angriff in Paerl Habor, „unverfänglich“ weit weg vom Heimatboden der USA zu erzwingen.

Bis heute bleibt unklar, wie überrascht die US- Administration in Washington D. C von dem japanischen Angriff wirklich war.oder ob hier, was heute im Internet passiert, vorsätzlich implementierte Systemfehler genutzt wurden, sich jede Option und sei es zu Lasten des Friedens offen zu halten?

Im Januar 1939 hatte Roosevelt, gegen alle militärstrategisch sicherheitspolitischen Expertisen, , als Oberbefehlshaber der US-Navy die Verlegung der US-Pazifikflotte von San Diego nach Pearl Habor 3000 Seemeilen von der US-Küste. mitten im Pazifik auf Hawai befohlen. Ob diese Verlegung der US-Pazifikflotte der Schiffskontrolle eines zu erwartenden Handelsembargos gegen Japan galt, das dann im Juli 1941 von den USA, Großbritannien, Indien verkündet wurde, ist meines Wissens bisher historisch nicht erforscht.

Nun lag die US.Pazifikflotte, mitten in der Weite des Pazifiks, wie ein fetter Köder, Japan vor aller Weltöffentlichkeit als Angreifer in einen kommenden Krieg zu locken. Was dann ja auch am 7.Dezember 1941 geschah.

Warum sich die US-Administration in Washington D. C., trotz vielseitig historisch belegter Kenntnis über den Zeitpunkt des japanischen Angriffs auf Pearl Habor, allen Vorsichts- , Schutzmaßnahmen, der Auslösung von Alarm enthielt, ja sogar peu a peu die US.Pazifikflotte gegen den Protest eines US-Admirals mit Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa am 1. September 1939 ausdünnte, der dann versetzt wurde, verweist auf eine verhängnisvolle Einstellung damaliger Regierungen der Großmöchte.

US-Präsident Franklin D. Roosevelt verhielt sich am Vorabend des japanischen Angriffs auf Pearl Habor am 7. Dezember 1941 wie zuvor Josef Stalin, als der, trotz taggenau verschlüsselten Hinweisen des Top-Spions Richard Sorge (1895 geboren, im November 1944 in Tokio als Spion verraten hingerichtet) aus Tokio nach Moskau in die KGB-Tentrale, der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ im deutschbesetzten Europa auf die Auslösung des Unternhemens „Barbarossa“, den Angriffskrieg der Deutschen Wehrmacht gegen die UdSSR am 22. Juni 1941, als reine Desinformation auslegte, um auf keinen Fall durch Schutzmaßnahmen, wie der Mobilsierung der Roten Armee an der Westfront, Auslösung von Alarm, nicht als Aggressor dazustehen.

2.403 amerikanische Zivilisten, Soldaten starben bei dem Angriff, Kriegsversehrte, Traumatisierte nicht gezählt.

Die Mehrzahl von ihnen Marinesoldaten. Fast die Hälfte starb, als japanische Torpedos, die in der Luft aus Kampfbombern katapultiert wurden, das Schlachtschiff Arizona versenkten.

Bis zur Oberkante unter der Borddecke vollgestopft mit Munition, explodierte das Schiff in einem gewaltigen Feuerball.

Am 7. Dezember 1941 tauchen kurz vor 8 Uhr morgens japanische Torpedo-Kampfbomber am Himmel über der hawaiischen Insel O’ahu auf. In zwei Wellen greifen 360 Flugzeuge den Hauptstützpunkt der US-Pazifikflotte an.

Was zu nächst von den amerikanischen Soldaten für ein Manöver Angriff im Frieden gehalten wurde, offenbarte sich schlagartig als militärische Katastrophe für die USA.

„Tora Tora Tora“ verstehen die schockierten amerikanischen Funker, was auf Japanisch „Tiger Tiger Tiger“ heißen könnte. Aber der Funkspruch war viel prosaischer zusammengesetzt aus den Silben „to“ und „ra“ bezog er sich auf die eigens für den Einsatz in den flachen Küstengewässern Hawaiis entwickelten Torpedo-Geschosse der Japaner: to-tsugeki – angreifen und ra-igeki – Torpedo. „Tora“ hieß nichts weiter als Torpedobomber.(Quelle: (Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk 6.12.2016):

Die Warnung aus dem Truppenradio bezeugt, wie unvorbereitet die Amerikaner waren – trotz höchster Alarmbereitschaft.

„Dies ist keine Übung, dies ist ein echter Angriff. Wir werden von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Man sieht das Zeichen der aufgehenden Sonne auf den Tragflächen jedes einzelnen Flugzeugs. In diesem Moment greifen sie Pearl Harbor an.“

Binnen knapp zwei Stunden versenken japanische Flugzeuge fünf Schlachtschiffe, sie beschädigen drei weitere schwer und schießen elf andere Kriegsschiffe zusammen. 188 US-Flugzeuge werden am Boden vernichtet, die Japaner verlieren gerade mal 29. Pearl Harbor steht in Flammen, die amerikanischen Radiosender unterbrechen ihre Programme:

„We interrupt this program to bring you a special news bulletin. The Japanese have attacked Pearl Harbor, Hawaii, by air, President Roosevelt has just announced.”

Die unter militärstrategischen Gesichtspunkten geniale Konzeption des Angriffs lag bei Admiral Isoroku Yamamoto, ein in vieler Hinsicht außergewöhnlicher Mann. Er hatte in Harvard so erfolgreich Englisch und Erdölwirtschaft studiert, dass ihn amerikanische Ölfirmen von Harvard weg einstellen wollten. Yamamoto waren Amerikaner vertraut, er pflegte Freundschaften mit vielen Kommilitonen. Er bewunderte die Effizienz der Amerikaner und war der festen Überzeugung, dass es zwischen dem Kaiserreich Japan und den USA niemals Krieg geben dürfe, weil die USA uneinholbar überlegen waren, dazu, anders als Japan, über reiche Vorkommen an Kohle, Erzen, Öl, Gas verfügen

Andererseits reizte ihn als leidenschaftlicher Spieler jede strategische Spekulation. In Harvard entdeckte Yamamoto außerdem noch eine andere Leidenschaft, das Fliegen.

Mitte der 20er-Jahre machte Yamamoto seinen Pilotenschein.

Wie viele junge Piloten im Verständnis vom aufkommenden Flugwesen gelangte er zu der Vorausschau, dass in künftigen Kriegen Flugzeuge als Angriffswaffen eine große Bedeutung zukommen wird.

. Im Jahr 1927 wird er Kaiserlicher Marine-Kommandeur eines so eben in Dienst gestellten Flugzeugträgers. Sein militärstrategisches Augennmerk richtet sich auf die Flugzeugnavigation in den nördlichen Breiten unseres Planeten.

Yamamoto schien prädestiniert, den Angriff auf Pearl Harbor auszuführen. auch wenn er diesen aus erwogenen Gründen unverkennbarer Überlegenheit der USA gegenüber Japan politisch nicht gewollt hat.

So einen Krieg zu führen, hielt er für ein Verhängnis. Die politische Führung Japans und die Armee hatten den Angriff beschlossen. Unter Befehlsgewalt gesetzt, plante der Admiral einen Überraschungseffekt, erklärt Professor Yaguchi gegenüber Jürgen Hahnefeld vom Deutschlandfunk:

„Yamamoto wusste, dass Japan keinen Krieg gegen die USA durchstehen konnte. Sein Ziel war es deshalb, den Amerikanern mit einem kurzen, gewaltigen Schlag zu zeigen, dass sie sich besser nicht mit Japan anlegen sollten. Für ihn ging es bei Pearl Harbor nicht darum, einen Krieg zu beginnen, sondern die Flotte der USA so weit wie möglich zu zerstören.“

Im Morgengrauen des 7. Dezember drehen sechs mit Torpedo-Kampfbombern vollbestückte Flugzeugträger, zwei Schlachtschiffe, drei Kreuzer und elf Zerstörer 370 Kilometer nordöstlich von Pearl Harbor in den Wind, um Kampfbombern beim Start Auftrieb zu verschaffen

Der 7. Dezember 1941 ist ein Sonntag. Der Himmel schimmert blau über der Weite des Pazifiks, amerikanische Matrosen, Soldaten, Zivilisten sitzen gewohnt beim Frühstück. Sie sind ahnungslos. Da bricht das Inferno über sie herein.

„Dies ist eine Sondermeldung. Das kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt: Das Heer und die Marine des Kaiserreiches sind im westlichen Pazifischen Ozean gegen die USA in den Kriegszustand eingetreten.“

„Die Japaner sind davon ausgegangen, dass nach einem ersten Sieg der Japaner „Aus heiterem Himmel “ die Amerikaner so geschockt und paralysiert sein würden, – wie die Chinesen bei der japanischen Landnahme in der Mandschurei Jahre zuvor – , dass sie wahrscheinlich um Frieden betteln würden.“ erläutert Sven Saaler, Professor für moderne japanische Geschichte in Tokyo.

Doch diese Vorstellung erwies sich als historisch suboptimale Fehleinschätzung. Die Reaktion des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt fiel ganz anders aus, als es die Japaner erwartet hatten. Im Radio wendet sich US-Präsident Roosevelt an sein Volk:

„Yesterday, December 7th 1941, a date which will live in infamy, United States of America was suddenly and deliberately attacked by naval and air forces of the Empire of Japan.”

Roosevelt spricht von einem „Tag der Schande“, an dem Japan die USA urplötzlich und vorsätzlich angegriffen habe. Vom Kongress erhält er die Legitimation, Japan den Krieg zu erklären.

Auch Japans Militärdiktator Hideki Tojo meldet sich am Tag nach dem Überfall auf Pearl Harbor zu Wort – mit einer Rede im japanischen Rundfunk (Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk 6.12.2016):

„Die Existenz Japans hängt von diesem Krieg ab. Der Zeitpunkt ist gekommen, dass 100 Millionen Japaner aufstehen und mit allen Kräften gegen die Vereinigten Staaten von Amerika kämpfen.“

Ob Japan tatsächlich urplötzlich angreifen wollte – also ohne formelle Kriegserklärung – ist umstritten. Es habe Missverständnisse gegeben in Japans Führung, heißt es. Die Kriegserklärung sei zwar vor dem Angriff ausgestellt worden, dann aber in den Mühlen der kaiserlichen Bürokratie hängen geblieben, anstatt zugestellt zu werden. Der Historiker Yaguchi sagt:

„Es wird noch immer über diese verspätete Kriegserklärung gerätselt. Aber ich frage mich, ob es den Kriegsverlauf verändert hätte, wenn die USA eine oder eine halbe Stunde vor dem Angriff gewarnt worden wären. Japan wollte ja den Überraschungseffekt.“

Auch, wenn später mehrere Kommissionen herauszufinden suchten, wie es den japanischen Streitkräften gelingen konnte, Amerika derart zu überrumpeln, bleibt der Verdacht, zumindest US-Präsident Roosevelt sei kaum von dem Angriff überrascht worden. Im Gegenteil: Für ihn war der Angriff auf Pearl Harbor der willkommene Anlass, sein Volk, das mehrheitlich gegen die Teilnahme der USA am Zweiten Weltkrieg war, hinter sich zu bringen.(Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk)

Plausibility of non-formalization as a political instrument

Voraussetzung war dafür, dass Roosevelt, trotz eindeutig dokumentiert vorliegender Erkenntnisse der US-Geheimdienste über einen am 7. Dezember 1941 bevorstehenden Angriff Japans, plausibel als nicht informiert zu gelten, vor die amerikanische Öffentlichkeit treten konnte, um seine Überraschung und sein Entsetzen authentisch zum Ausdruck bringen zu können. Was geschah.

„Klar ist: Roosevelt wollte in den Krieg gegen Hitler in Europa eingreifen. Pearl Harbor löste die richtige Stimmung aus. Viele Amerikaner empfanden die Attacke als unfair, noch dazu von Schlitzaugen. Auch solche rassistischen Motive spielten eine Rolle. Ich bin mit vielen Historikern einig: Roosevelt wusste, dass Japan die USA angreifen würde. Sie hatten ausreichend Funksprüche abgefangen. Aber sie wussten nicht, wo. Vielleicht eher auf den Philippinen, die ihnen ja gehörten. Aber Hawaii mit Flugzeugen? Das haben sie den Japanern nicht zugetraut.“, meint Jürgen Hanefeld (Deutschlandfunk)

Sie wussten sogar von einer für den 7. Dezember geplanten, 14-teiligen japanischen Note, mit der Japan die bilateralen Verhandlungen in Washington beenden sollte. Bis zuletzt hatten die Japaner vergeblich gehofft, Amerika zur Aufhebung des Ölembargos zu bewegen, das sie im Juli 1941 gegen Japan verhängt hatten.

Auslöser für das Ölembargo der USA gegenüber Japan, das nur noch für ein Jahr über Ölreserven im Sommer 1941 verfügte, war im Juli 1941 die völkerrechtswidrige Besetzung Französisch Indochina. Daraufhin beendeten die USA alle Öllieferungen nach Japan. Die USA, Großbritannien und die Niederlande ließen dem Ölembargo ein vollständiges Handelsembargo gegen Japan folgen.

Dermaßen außenpolitisch umzingelt, außenwirtschaftlich „eingehegt“ bzw. vom Weltmarkt ausgeschlossen wurde für Japan die Zeit von Tag zu Tag knapper, das Zepter des Handelns noch in der Hand zu behalten. Der Befreiungsschlag gegen Pearl Harbor musste erfolgen, solange es noch genügend Diesel für Schlachtschiffe, Flugzeugträger, U-Boote, Benzin für Panzer, rollende Geschütze, LKWs, Kerosin für Kampfbomber, Abfangjäger gab.
JP

http://www.deutschlandfunk.de/vor-75-jahren-japanischer-pyrrhussieg-mit-dem-angriff-auf.724.de.html?dram:article_id=373277
06.12.2016
Vor 75 Jahren
Japanischer Pyrrhussieg mit dem Angriff auf Pearl Harbor
Von Jürgen Hanefeld

Deutsche Unternehmen im „Würgegriff“ der US-Justiz ?

Sanktionspolitik Deutsche Unternehmen geraten, mangels Unternehmensstrafrecht ?, schuldlos in den Griff von US-Behörden, meint Stefan Buchen (NDR III Panorama Sendung vom 6.12.2016)

 

Lars Christiansen, Mitarbeiter der Commerzbank, wurde von der Commerzbank auf Druck von US- Behörden zum Bauernopfer gemacht, heißt es da.

“Ich hätte nie gedacht, dass ich mal arbeitslos werde,” meint Lars Christiansen in der Sendung.

Lassen wir Stefan Buchen von Panorama 3 zu Wort kommen:

„Auch mehr als ein Jahr nachdem ihm sein Arbeitgeber, die Commerzbank, gekündigt hat, fällt es ihm schwer, das zu glauben. Der 46-jährige Spezialist für “Cash Management & International Business” hat seinen Job nicht verloren, weil er sich Fehlverhalten hätte zu Schulden kommen lassen oder weil er schlechte Leistungen erbracht hätte. Er ist weder krank, noch sollte der Posten in der Hamburger Filiale der Commerzbank gestrichen werden. Lars Christiansen wurde gefeuert, weil die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika es so wollten. US-Beamte können dafür sorgen, dass in Deutschland Arbeitnehmer aus ihrem Job gedrängt werden? Klingt zwar wie eine linke Verschwörungstheorie, ist aber dennoch wahr.“

US-Gesetze entfalten weltweite Gültigkeit, heißt es da, wenig nach dem sowohl als auch von Geldwäsche im Drogen- , Waffengeschäft.verschleierte Finanzströmen für den internationalen Terrorismus nach Nine Eleven 2001 fragend weiter, so als ob es gar keine gesetzlicvhen Gründe, Klageerhebungs- Anlässe für das US-Justizministerium oder andere US-Behörden gebe, eine deutsche Bank, hier die Commerzbank, wg- Fehlverhalten nach US- Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht zu belangen, weil es doch in Deutschland solch ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht nicht gibt, seit es auf Anraten des Deutschen Juristentages 1953 durch die Konrad Adenauer Bundesregierung abgeschafft wurde.

Mutmaßlich, um deutsche Unternehmen, Verbände, Kommunen, Gebietakörperschaften von etwaigen Entschädigungsansprüchen ehemaliger Zwangsarbeiter und deren Angehörigen ( etwa 12 Millionen aus allen deutschbesetzten Gebieten Europas 1939- 1945) ) postfaktisch per vorrauseilenden Schutz freizustellen

Hintergrund: Sanktionsgesetze, Embargos gegen bestimmte Staaten, u. a. der Iran, Sudan, wurden durch den US-Kongress in Washington beschlossen, u. a. auch soweit diese, wie deutschland und die meisten europäischen Länder, außer Großbritannien, über kein oder ein unzulängliches ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht verfügen.

Die USA erwarten auch nicht, wie es in der Sendung verlautbart wird, dass sich die ganze Welt an diese amerikanischen Gesetze hält, sondern sich selber kompatibel ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht schafft .

Larmoyant nennen das hierzulande Kritiker, meistens sind es die ertappten Elche hinter vorgehaltener Hand, “Imperiale Übergriffigkeit” der USA.

Wir haben den Ausdruck nicht von linken Anarchisten, sondern vom gutbürgerlichen Professor Winfried Huck gehört, der Wirtschaftsrecht an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel lehrt. lässt sich Stefan Buchen vernehmen.

Die Commerzbank wird in der Sendung als verfolgte Unschuld präsentiert, die genötigt wird, auf Druck der US.-Administration Mitarbeiter, entgegen deutschem Arbeitsrecht, ohne Abfindung noch Offenlegung der Begründung fristlos zu entlassen und sich in Notlügen zu flüchten. Das US-Geschäft der Commerzbank sei bedroht.

Der konkrete Fall (Quelle: Panorama 3):

„Die Commerzbank hatte bis 2008 iranische Kunden. Von Hamburg aus wickelte Christiansen den Zahlungsverkehr der größten iranischen Reederei ab. Diese Geschäfte standen im Einklang mit deutschen und europäischen Gesetzen. Die USA entdeckten darin jedoch Verstöße gegen ihre Gesetze. Die Staatsanwaltschaft New York überzog die Commerzbank mit einem Strafverfahren und drohte mit dem Entzug der Bankenlizenz in den Vereinigten Staaten. Unter diesem Druck stimmte die Commerzbank einem Vergleich mit der US-Regierung zu: Sie zahlte 1,3 Milliarden Dollar Strafe und feuerte vier Mitarbeiter, die von den US-Beamten bestimmt wurden, unter ihnen Lars Christiansen.

Lars Christiansen.
“Die Commerzbank teilte mir mit: ‘die Amerikaner zwingen uns, Dich zu kündigen. Du bist raus‘“, berichtet Christiansen. Für ihn ist das Vorgehen sowohl der US-Regierung als auch der Commerzbank vollkommen inakzeptabel. “Zwei Parteien haben einen Vergleich geschlossen, wobei ein Dritter, nämlich ich, rausgeworfen wurde. Ich hatte keine Verteidigungsmöglichkeit. Das widerspricht zutiefst den Rechtsprinzipien, die wir in Deutschland haben.”

Der Spezialist für den internationalen Zahlungsverkehr hat gegen seine Kündigung geklagt. Das Verfahren ist anhängig.

In der Sendung wird der Anschein erweckt, die USA kümmerten sich weder um deutsches, noch europäische Recht, was zu klären wäre. Nämlich, ob in Deutschland, Europa außenpolitische Vereinbarungen mit anderen Staaten, wie den USA, von deutschen, euopäischen Unternehmen, europaweit straflos missachtet werden könnem, weil diese Vereinbarung, aufgrund eines fehlenden ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht nicht in die deutsche, europäische Gesetzgebung implementiert werden können?

Oder anders gefragt, wo sind denn die deutschen, die europäischen Politiker, die sich offiziell gegen die Embargopoilitik der USA gegen bestimmte Staaten, wie den Iran, Sudan, Nord- Korea, Syrien, Russland entschieden verwahrt hätten? Nein!, die gibt es nicht, sie haben druch alle parlamentarischen Ausschüsse, Banken der Regierung und Opposition zugestimmt.

Deutsche, europäische Unternehmen, Kommunen leiden zwar unter dem Druck der USA mit der Neigung, sich auf Vergleiche zu Lasten Dritter, nämlich einzelner Bauernopfer unter den Mitarbeitern, wie hier im Fall Lars Christiansen geschehen, einzulassen.

Dass von dieser Seite aber der Ruf nach einem deutschen, europäischen Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht ertönt, um Rechtsfrieden zu schaffen, auch US-Unternehmen hierzulande, europaweit, wie die „Bösen US-Neun“ (Google, Yahoo, Facebook, Ebay, Amazon, Microsoft, Twitter, AOL, Skype),strafrechtlich belangen zu können, ist mir noch nicht zu Ohren gekommen

Die Commerzbank mit ihrem Mitarbeiter Christiansen ist kein Einzelfall. Auch die HypoVereinsbank (HVB) in Hamburg hat vor kurzem, statt in den USA ein Hauptverfahren anzustreben, in einem Vergleich Mitarbeiter auf Verlangen der US-Behörden entlassen. (Quelle, Panorama).

Was die deutsche Politik in Berlin, die europäisch Politik in Brüssel dazu sagt, wurde in der Sendung nicht einmal ansatzweise erörtert.

So sind namhafte Unternehmen der Bekleidungs- und Textilindustrie wie Kik, selbst H&M, C&A u. a. Labels, die in Bangladesch ihre Produkte von Partner- Unternehmen fertigen lassen, von dortigen Mitarbietern wg. Nichteinhaltung der Sorgfaltspflicht bei der Durchsetzung der Menschenrechte am Arbeitsplatz hierzulande nicht zu belangen, weil es kein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht gibt.

Am Ende werden europäische, voran deutsche Regierungen, Gewehr bei Fuss des Nordatlantischen Paktes. stehen,, in stillem Einvernehmen europäischen Unternehmen die Option offenhalten, Milliarden € hohe Strafen der US-Justiz zu Lasten des Steueraufkommens in Europa, in Deutschland steuerlich als Betriebskosten abzuschreiben. (siehe u. a. VW-Abgasgate)
JP

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Deutsche-Unternehmen-im-Griff-von-US-Behoerden,wirtschaftskrieg128.html
Stand: 06.12.2016 12:32 Uhr – Lesezeit: ca.3 Min.
Deutsche Unternehmen im Griff von US-Behörden
von Stefan Buchen

https://joachimpetrick.wordpress.com/2016/08/30/warum-wir-ein-unternehmensstrafrecht-brauchen-why-do-we-need-a-corporate-crime/

https://www.openpetition.de/petition/online/unternehmens-und-verbandsstrafrecht

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/sven-giegold-fordert-unternehmensstrafrecht
JOACHIM PETRICK 04.12.2013 | 19:28 11
Sven Giegold fordert Unternehmensstrafrecht