Patti Smith wird mit 70 immer eindringlicher „How Does It Feel“

Patti Smith – A Hard Rain’s Gonna Fall – Bob Dylan Nobelprize in literature 10 dec 2016
Marie Louiseblues

„Happy Birthday!

„How Does It Feel“ getting seventy years forever young Miss Patti Smith?

„How Does It Feel getting the Literatur-Nobelpreis 2016 Like A Rolling Stone by little Helper Patty Smith?“ Mr. Dylan

„Wie fühlt es sich jetzt an, ein rollender Stein zu sein?“ Mr. Bob Dylan.

Patti Smith wird heute 70 Jahre alt. Vorausgesetzt, es stimmt, schreibt Juliane Liebert in der heutigen Sueddeutschen sinngemäß, wenn man alles, was man über eine andere Person sagt, über sich selbst sagt, so könnten wir Patti Smith mit ihren eigenen Worten gratulieren, die sie einst Robert Mapplethorpe schrieb:

„Am Nachmittag, als du auf meiner Schulter eingeschlafen bist, bin ich auch weggedöst. Aber ehe ich das tat, als ich mir all deine Sachen und deine Arbeiten ansah und die Jahre der Arbeit in meinem Kopf durchging, fiel mir auf, dass von all deinen Kunstwerken du immer noch dein schönstes bist. Das schönste Werk von allen. Patti.“

Rede der LYRIC-IKONE Patti Smith am 10. Dezember 2016 in Stockholm anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises an Bob Dylan

Frei ins Deutsche übersetzt von Joachim Petrick

Ich wurde am 30. Dezember 1946 in Chicago im Strudel eines riesigen Schneesturms geboren. Mein Vater musste dem Taxifahrer bei der Fahrt an der Lake Küste entlang mit weit geöffneten Fenstern zu navigieren, während meine Mutter hinten mit mir schwanger in Wehen lag. Ich war ein mürrisches Baby, und mein Vater arbeitete, um mich am Leben zu halten, Oft hielt er mich über eine dampfende Schüssel, um mir zu helfen, zu atmen. Ich werde an sie beide denken, wenn ich zu meinem siebzigsten Geburtstag auf die Bühne des Riviera Theaters, in Chicago, mit meiner Band und meinem Sohn und meiner Tochter trete.

Trotz der emotional erschütternden Atmosphäre, die uns während der Präsidentschaftswahlen zu verschlingen drohte, habe ich versucht, Anfang Dezember in positive Stimmung Zeit mit meiner Arbeit zu verbringen, um den Bedürfnissen meiner Familie und den Vorbereitungen für das neue Jahr gerecht zu werden.

Aber vor meinem Auftritt in Chicago hatte ich noch eine letzte wichtige Augabe für das Jahr 2016 zu erfüllen. Im September wurde ich angesprochen, um bei der Nobelpreis-Zeremonie in Stockholm bei der Ehrung des Literatur,-Preisträgers/in zu singen, der oder die noch nicht nominiert war. Es würden ein paar Tage in Stockholm für mich sein, in einem schönen Hotel, mit Blick auf das Meer- eine ehrenvolle Gelegenheit zu glänzen, zu betrachten und zu schreiben. Ich wählte eines meiner Lieder, die ich für angemessen hielt, mit dem Orchester zu spielen.

Aber als bekannt wurde, dass Bob Dylan den Preis gewonnen und akzeptiert hatte, schien es mir nicht mehr passend, mein eigenes Lied zu singen. Ich befand mich in einer unerwarteten Situation und hatte widersprüchliche Gefühle. War ich In seiner Abwesenheit, für diese Aufgabe qualifiziert? Würde dies Bob Dylan, was ich mich niemals wünschen würde, entmutigen? Aber nachdem ich mich selbst verpflichtet und alles erwogen hatte, entschied ich mich, „A Hardcore A-Gonna Fall“ zu singen, ein Lied, das ich geliebt habe, seit ich ein Teenager war, und das ein Lieblingssong meines verstorbenen Mannes.war.

Von diesem Augenblick an verbrachteich jeden zu erübrigenden Moment mit dem Üben, um sicherzustellen, dass ich jede Zeile kannte und konnte. Nachdem ich meinen eigenen blauäugigen Sohn geboren hatte, sang ich die Worte des Liedes zu mir, immer und immer wieder, in der ursprünglichen Tonart, mit Freude und Entschlossenheit. Ich hatte es in meinem Kopf, das Lied genau so zu singen, wie es geschrieben wurde und so gut ich konnte. Ich kaufte mir einen neuen Anzug, trimmte meine Haare und fühlte, dass ich bereit war.

Am Morgen der Nobelzeremonie erwachte ich mit einiger Angst. Es regnete und regnete stark. Als ich mich anzog, stimmte mich das Lied zuversichtlich. In der Hotellobby war eine schöne japanische Frau im formellen traditionellen Kleid – ein gestickter cremefarbener Fußboden-Kimono und Sandalen. Ihr Haar war vollkommen fröhlich. Sie erzählte mir, dass sie dort war, um ihren Chef zu ehren, der den Nobelpreis in Medizin erhielt, aber das Wetter rohte ihr einen Strich durch ihre Rechnung zu machen. Sie sehen schön aus, sagte ich zu ihr; Kein Stiurm noch Regengüsse könnte ihre Schönheit gefährden. Als ich den Konzertsaal erreichte, schneite es. Ich hatte eine perfekte Probe mit dem Orchester hinter mir. Ich hatte meine eigene Tonabstimmung mit einem Klavier, und ich holte mir Tee und warme Suppe. Ich war mir bewusst, dass die Leute sich auf die Aufführung freuten. Alles stand mir vor Augen.

Ich dachte an meine Mutter, die mir mein erstes Dylan-Album gekauft hatte, als ich knapp sechzehn Jahre alt war. Sie fand es in der Schnäppchen Meile „bin an der fünf-und-dime“ und bezahlte sie mit ihrem Trinkgeld. „Er sh aus wie jemand, den du magst“, sagte sie zu mir. Ich spielte die Platte immer und immer wieder, mein Lieblingssatz „Ein harter Regen der A-Gonna Fall“. Es fiel mir dann ein, dass ich nicht in der Zeit von Arthur Rimbaud lebte, aber sehr wohl in der Zeit von Bob Dylan. Ich dachte auch an meinen Mann und erinnerte mich daran, das wir das Lied zusammen sangen und spielten, indem er mit seinen Hände die Akkorde anstimmte.

Und dann war es plötzlich soweit. Das Orchester war auf der Ampore mit Blick auf die Bühne ausgerichtet, wo der König, die königliche Familie und die Preisträger saßen. Ich saß neben dem Schaffner. Der Abend verlief wie geplant. Als ich dort saß, dachte ich, Preisträger der Vergangenheit gingen zu Fuß zum König, ihre Medaillen entgegen zu nehmen. Hermann Hesse, Thomas Mann, Albert Camus. Dann wurde Bob Dylan als Nobelpreisträger in der Literatur angekündigt, und ich fühlte mein Herz klopfen. Nachdem eine bewegte Laudatio, die ihm gewidmet war, verlesen wurde, hörte ich meinen Namen, und ich erhob mich. Wie in einem Märchen stand ich vor dem schwedischen König und der Königin und einigen der großen Geister der Welt, gewappnat mit einem Lied, in dem jede Zeile die Erfahrung und Widerstandsfähigkeit des Dichters, der sie schrieb, verkörpert.

Die Anfangsakkorde des Liedes wurden angestimmt, und ich hörte mich singen. Der erste Vers war passabel, ein bisschen zittrig, aber ich war mir sicher, dass ich mich behaupten würde. Aber stattdessen ereilten mich eine Fülle von Emotionen, die mit solcher Intensität fluteten, dass ich sie nicht in Balance halten konnte. Aus der Ecke meines Auges sah ich den riesigen Boomständer der Fernsehkamera und alle Würdenträger auf der Bühne und den Menschen jenseits. Ungewohnt an einem so überwältigenden Moment meiner Nerven zu lnden, konnte ich nicht fortfahren. Ich hatte die Worte nicht vergessen, die jetzt ein Teil von mir waren. Ich konnte ihnen einfach nicht meine Stimme geben

Dieses seltsame Phänomen ging nicht zurück, sondern zog mich grausam in sinen Bann. Ich mußte aufhören und um Verzeihung bitten und dann in diesem Zustand einen neuen Versuch wagen und in banger Fircht zu stolpern mit meinem ganzen Wesen singen . Trotz allem war von dem Lied ganz erfüllt, wie das Narrativ des Liedes mit den Worten beginnt

“I stumbled alongside of twelve misty mountains,”
(„Ich stolperte neben zwölf nebligen Bergen“

und endet mit der Zeile
“And I’ll know my song well before I start singing.”
(„Und ich werde mein Lied gut kennen, bevor ich anfangen zu singen.“

Als ich mich setzte, fühlte ich den demütigenden Stachel des Scheiterns, aber auch die seltsame Erkenntnis, dass ich irgendwie alles an widerstreitenden Gefühlen durchlitten hatte und wirklich die Welt der Texte lebte.

Später, beim Nobelbankett, saß ich gegenüber der amerikanischen Botschafterin- eine schöne, sich gut artikulierende, Iran-Amerikanerin. Sie hatte die Aufgabe, vor dem Bankettschluss einen Brief von Dylan zu verlesen. Sie las makellos, und ich konnte nicht umhin, daran zu denken, dass er zwei starke Frauen an seiner Seite hatte. Eine, die schwankte und eine, die nicht schwankte, aber beide hatten nichts im Sinn außer seine Arbeit imbesten aller denkbaren Sinne zu fördern

Als ich am nächsten Morgen aufstand, schneite es. Im Frühstücksraum wurde ich von vielen Nobelpreiswissenschaftlern begrüßt. Sie zeigten Anerkennung für meinen sehr öffentlichen Kampf. Sie sagten mir, dass ich meine Sache gutgemacht habe. Ich wünschte, ich hätte es besser gemacht, sagte ich. Nein, nein, antworteten sie, das wünschte keiner von uns. Für uns war Ihre Leistung eine Metapher für unsere eigenen Kämpfe. Die wunderbare Güte dieser Momente setzte sich für mich den ganzen Tag fort, und am Ende musste ich mich mit der wahren Natur meiner Aufgabe auseinandersetzen. Warum engagieren wir uns in unserer Arbeit? Warum tun wir das? Es ist vor allem für die Verwandlung der Menschen durch Unterhaltung . Alles was da ist, ist für sie. Das Lied bat um nichts. Der Schöpfer des Liedes bat um nichts. Warum sollte ich um etwas bitten?

Als mein Mann Fred starb, erzählte mir mein Vater, dass die Zeit nicht alle Wunden heile, sondern uns die Werkzeuge gibt, sie zu ertragen. Ich habe festgestellt, dass dies in den größten wie kleinsten Angelegenheiten zutrifft. Mit Blick auf die Zukunft bin ich mir sicher, dass der harte Regen niemals aufhören zu fallen, und dass wir alle wachsam sein müssen. Das Jahr ist zu Ende; Am 30. Dezember werde ich mit meiner Band „Horses“ und meinem Sohn und meiner Tochter in der Stadt, in der ich geboren wurde, auftreten. Und alles, was ich gesehen und erlebt und mich erinnere, wird in mir sein, und die Reue, die ich so schwer empfunden hatte, wird sich mit allen anderen Momenten freudig verschmelzen. Siebzig Jahre Momente, siebzig Jahre der Menschheit.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/patti-smith-wird-punk-ist-nur-eine-frage-der-disziplin-1.3314250
30. Dezember 2016, 12:25 Uhr
Patti Smith wird 70
Punk ist nur eine Frage der Disziplin
Von Juliane Liebert

http://www.newyorker.com/culture/cultural-comment/patti-smith-on-singing-at-bob-dylans-nobel-prize-ceremony?mbid=nl_TNY%20Template%20-%20With%20Photo%20(118)&CNDID=41298046&spMailingID=10052739&spUserID=MTMzMTg0ODkwMzUyS0&spJobID=1061287888&spReportId=MTA2MTI4Nzg4OAS2
New Yorker
14.Dezember 2016
How Does It Feel

Jürgen Todenhöfer wird ab Januar 2017 Freitag Herausgeber

Neues aus der Anstalt? Nein?, aber beim Freitag, der erhält nach jahrelang vakanter Herausgeber Position genau einen solchen, nämlich Jürgen Todenhöfer, 76 Jahre , ab Januar 2017, wie Jakob Augstein in der Freitag Printausgabe Seite 2 unter der Überschrift „Mahner gegen den Krieg“ schreibt.

Syriens Präsident Baschar al Assad im Interview mit Jürgen Todenhöfer ARD 2012 Teil

Jürgen Todenhöfer ist jener Mann, der auf dem rechten Flügel der CDU in jungen Jahren begann, zuvor Richter war. dann innerhalb der CDU immer mehr über die Mitte auf die Position “ im Zweifel links“ rückte, eben wie Jakob Augstein von Anfang an. Augstein meint, guten Rat kann jeder brauchen. Jürgen Todenhöfer wird als Herausgeber des Freitag die Chefredaktion beraten.

Jürgen Todenhöfer ist jener Publizist, Politiker einer Querfront gegen Krieg, der 2012, trotz aller Anfeindungen, in die Kälte des Syrienkrieges nach Damaskus ging, dorthin über Umwege eingeladen, mit dem syrischen Präsidenten, dem verbrecherischen Warlord Baschar al Assad ein Gespräch unter vier Augen zu führen,, das vom syrischen Staatsfernsehen weltweit ausgestrahlt wurde.

Jürgen Todenhöfer war es auch, der in der Sendung „Anne Will“ am 18.10.2012, einen weiteren Gast, den damaligen Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière unmittelbar auffordert „“Degradieren Sie General Georg Klein!“

Das war jener Oberst Georg Klein, inzwischen 2012 von de Maizière wg. Tapferkeit, besonderer Leistung im Kriegseinsatz in Afghanistan zum Brigadegeneral befördert, der am 6. September 2009, mitten im damaligen Bundeswahlkampf, an einen von ihm angeforderten Isaf US-Kampjetpiloten im Luftraum über Kundus/Afghanistan, trotz dessen wiederholte Vorbehalte wg, Isaf Richtlinien, Kampfhandlungen eher zu unterlassen, wenn Zivilpersonen zu Schaden kommen könnten, den Befehl erteilte, zwei liegen geblieben voll betankte Bundeswehr Tanklastzüge, etwa 15 Kilometer entfernt vom Bundeswehr Hauptquartier Kundus, zu vernichten und dabei zu versuchen, soviele wie mögliche Taliban Kämpfer zu neutralisieren, wie es im Militärjargon heißt

– viel war damals in Deutschlands Medien, entgegen der Mandatierung der Bundeswehr durch den Bundestag, die Rede, wir müssen endlich in Afghanistan nicht mehr vom Friedens- , sondern vom Kriegseinsatz der Bundeswehr sprechen –

Am Ende des Kampfeinsatzes liegen an die 120 Zivilpersonen, unter ihnen viele Kinder, Frauen Greise, tödlich zerfetzt am Boden, ungeachtet der ungezählten Verletzten, Traumatisierten. –

Oberst Klein wurde nach zugelasssener Klageerhebung von einem deutschen Gericht von allen Anschuldigungen, ein Kriegsverbrechen begangen zu haben, frei gesprochen.

Forderungen der Justiz in Afghanistan, Oberst Klein vor ein dortiges Gericht zu stellen, wurde von der Bundesregierung mit dem Hinweis auf die Isaf Statuten, die allen Soldaten der isaf Immunität zusichern, gleich welche Vergehen, Verbrechen sie im Einsatzgebiet Afghanistan begehen, als de jure unbegründet zurückgebwiesen

Matthias Brandt versuchte sich in dem Dokudrama „Eine mörderische Entscheidung“ als Hauptdarsteller der Figur des Oberst georg Klein anzunähern. Was ihm auf bedrückende Weise gelang.

Das ARD- Dokudrama wurde mitten im Bundestagswahlkampf 2013 bundesweit ausgestrahlt.
JP

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/juergen-todenhoefer-nagelt-thomas-de-maiziere
JOACHIM PETRICK 18.10.2012 | 19:07 93
Jürgen Todenhöfer nagelt Thomas de Maiziere

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/matthias-brandt-spielt-oberst-klein
JOACHIM PETRICK 30.08.2013 | 16:53 10
Matthias Brandt spielt Oberst Klein

„Tora Tora Tora“ als in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 die US-Flotte in Flammen stand

Der Überfall japanischer Torpedo-Kampfbomber unter dem Kommando von Admiral Isoroku Yamamoto am 7. Dezember 1941 auf den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbor auf Hawaii war im japanischen Militär- Verständnis ei Akt der Kriegsvermeidung als martialisch brutaler Paukenschlag und Warnschuss gegenüber den USA exekutiert, auf keinen Fall mit dem Kaiseereich Japan einen Krieg zu wagen

Das Ergebnis dieser Kriegshandlungen aus der Luft mtten im Frieden ohne Vorankündigung war der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg.

Eine formale Kriegserklärung lag zum Zeitpunkt des Angriffs in Washington D. C, nicht vor, sollte womöglich nie erfolgen, weil Japan ersten gar keinen Krieg mit den USA plante, zweitens das Überraschungsmoment des Angriffs auf Pearl Habor gewahrt bleiben sollte

Was Japan mit seinem Überfall auf die ungleich stärkeren USA als Gegner bezweckte war wohl im Glauben an den eigenen Nimbus im pazifischen Raum der neue GottSeiBeiUns Schrecken in der Welt zu sein, dadurch die Verhinderung eines in der Luft liegenden Krieges mit den USA durch einen Angriff in Paerl Habor, „unverfänglich“ weit weg vom Heimatboden der USA zu erzwingen.

Bis heute bleibt unklar, wie überrascht die US- Administration in Washington D. C von dem japanischen Angriff wirklich war.oder ob hier, was heute im Internet passiert, vorsätzlich implementierte Systemfehler genutzt wurden, sich jede Option und sei es zu Lasten des Friedens offen zu halten?

Im Januar 1939 hatte Roosevelt, gegen alle militärstrategisch sicherheitspolitischen Expertisen, , als Oberbefehlshaber der US-Navy die Verlegung der US-Pazifikflotte von San Diego nach Pearl Habor 3000 Seemeilen von der US-Küste. mitten im Pazifik auf Hawai befohlen. Ob diese Verlegung der US-Pazifikflotte der Schiffskontrolle eines zu erwartenden Handelsembargos gegen Japan galt, das dann im Juli 1941 von den USA, Großbritannien, Indien verkündet wurde, ist meines Wissens bisher historisch nicht erforscht.

Nun lag die US.Pazifikflotte, mitten in der Weite des Pazifiks, wie ein fetter Köder, Japan vor aller Weltöffentlichkeit als Angreifer in einen kommenden Krieg zu locken. Was dann ja auch am 7.Dezember 1941 geschah.

Warum sich die US-Administration in Washington D. C., trotz vielseitig historisch belegter Kenntnis über den Zeitpunkt des japanischen Angriffs auf Pearl Habor, allen Vorsichts- , Schutzmaßnahmen, der Auslösung von Alarm enthielt, ja sogar peu a peu die US.Pazifikflotte gegen den Protest eines US-Admirals mit Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa am 1. September 1939 ausdünnte, der dann versetzt wurde, verweist auf eine verhängnisvolle Einstellung damaliger Regierungen der Großmöchte.

US-Präsident Franklin D. Roosevelt verhielt sich am Vorabend des japanischen Angriffs auf Pearl Habor am 7. Dezember 1941 wie zuvor Josef Stalin, als der, trotz taggenau verschlüsselten Hinweisen des Top-Spions Richard Sorge (1895 geboren, im November 1944 in Tokio als Spion verraten hingerichtet) aus Tokio nach Moskau in die KGB-Tentrale, der Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ im deutschbesetzten Europa auf die Auslösung des Unternhemens „Barbarossa“, den Angriffskrieg der Deutschen Wehrmacht gegen die UdSSR am 22. Juni 1941, als reine Desinformation auslegte, um auf keinen Fall durch Schutzmaßnahmen, wie der Mobilsierung der Roten Armee an der Westfront, Auslösung von Alarm, nicht als Aggressor dazustehen.

2.403 amerikanische Zivilisten, Soldaten starben bei dem Angriff, Kriegsversehrte, Traumatisierte nicht gezählt.

Die Mehrzahl von ihnen Marinesoldaten. Fast die Hälfte starb, als japanische Torpedos, die in der Luft aus Kampfbombern katapultiert wurden, das Schlachtschiff Arizona versenkten.

Bis zur Oberkante unter der Borddecke vollgestopft mit Munition, explodierte das Schiff in einem gewaltigen Feuerball.

Am 7. Dezember 1941 tauchen kurz vor 8 Uhr morgens japanische Torpedo-Kampfbomber am Himmel über der hawaiischen Insel O’ahu auf. In zwei Wellen greifen 360 Flugzeuge den Hauptstützpunkt der US-Pazifikflotte an.

Was zu nächst von den amerikanischen Soldaten für ein Manöver Angriff im Frieden gehalten wurde, offenbarte sich schlagartig als militärische Katastrophe für die USA.

„Tora Tora Tora“ verstehen die schockierten amerikanischen Funker, was auf Japanisch „Tiger Tiger Tiger“ heißen könnte. Aber der Funkspruch war viel prosaischer zusammengesetzt aus den Silben „to“ und „ra“ bezog er sich auf die eigens für den Einsatz in den flachen Küstengewässern Hawaiis entwickelten Torpedo-Geschosse der Japaner: to-tsugeki – angreifen und ra-igeki – Torpedo. „Tora“ hieß nichts weiter als Torpedobomber.(Quelle: (Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk 6.12.2016):

Die Warnung aus dem Truppenradio bezeugt, wie unvorbereitet die Amerikaner waren – trotz höchster Alarmbereitschaft.

„Dies ist keine Übung, dies ist ein echter Angriff. Wir werden von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Man sieht das Zeichen der aufgehenden Sonne auf den Tragflächen jedes einzelnen Flugzeugs. In diesem Moment greifen sie Pearl Harbor an.“

Binnen knapp zwei Stunden versenken japanische Flugzeuge fünf Schlachtschiffe, sie beschädigen drei weitere schwer und schießen elf andere Kriegsschiffe zusammen. 188 US-Flugzeuge werden am Boden vernichtet, die Japaner verlieren gerade mal 29. Pearl Harbor steht in Flammen, die amerikanischen Radiosender unterbrechen ihre Programme:

„We interrupt this program to bring you a special news bulletin. The Japanese have attacked Pearl Harbor, Hawaii, by air, President Roosevelt has just announced.”

Die unter militärstrategischen Gesichtspunkten geniale Konzeption des Angriffs lag bei Admiral Isoroku Yamamoto, ein in vieler Hinsicht außergewöhnlicher Mann. Er hatte in Harvard so erfolgreich Englisch und Erdölwirtschaft studiert, dass ihn amerikanische Ölfirmen von Harvard weg einstellen wollten. Yamamoto waren Amerikaner vertraut, er pflegte Freundschaften mit vielen Kommilitonen. Er bewunderte die Effizienz der Amerikaner und war der festen Überzeugung, dass es zwischen dem Kaiserreich Japan und den USA niemals Krieg geben dürfe, weil die USA uneinholbar überlegen waren, dazu, anders als Japan, über reiche Vorkommen an Kohle, Erzen, Öl, Gas verfügen

Andererseits reizte ihn als leidenschaftlicher Spieler jede strategische Spekulation. In Harvard entdeckte Yamamoto außerdem noch eine andere Leidenschaft, das Fliegen.

Mitte der 20er-Jahre machte Yamamoto seinen Pilotenschein.

Wie viele junge Piloten im Verständnis vom aufkommenden Flugwesen gelangte er zu der Vorausschau, dass in künftigen Kriegen Flugzeuge als Angriffswaffen eine große Bedeutung zukommen wird.

. Im Jahr 1927 wird er Kaiserlicher Marine-Kommandeur eines so eben in Dienst gestellten Flugzeugträgers. Sein militärstrategisches Augennmerk richtet sich auf die Flugzeugnavigation in den nördlichen Breiten unseres Planeten.

Yamamoto schien prädestiniert, den Angriff auf Pearl Harbor auszuführen. auch wenn er diesen aus erwogenen Gründen unverkennbarer Überlegenheit der USA gegenüber Japan politisch nicht gewollt hat.

So einen Krieg zu führen, hielt er für ein Verhängnis. Die politische Führung Japans und die Armee hatten den Angriff beschlossen. Unter Befehlsgewalt gesetzt, plante der Admiral einen Überraschungseffekt, erklärt Professor Yaguchi gegenüber Jürgen Hahnefeld vom Deutschlandfunk:

„Yamamoto wusste, dass Japan keinen Krieg gegen die USA durchstehen konnte. Sein Ziel war es deshalb, den Amerikanern mit einem kurzen, gewaltigen Schlag zu zeigen, dass sie sich besser nicht mit Japan anlegen sollten. Für ihn ging es bei Pearl Harbor nicht darum, einen Krieg zu beginnen, sondern die Flotte der USA so weit wie möglich zu zerstören.“

Im Morgengrauen des 7. Dezember drehen sechs mit Torpedo-Kampfbombern vollbestückte Flugzeugträger, zwei Schlachtschiffe, drei Kreuzer und elf Zerstörer 370 Kilometer nordöstlich von Pearl Harbor in den Wind, um Kampfbombern beim Start Auftrieb zu verschaffen

Der 7. Dezember 1941 ist ein Sonntag. Der Himmel schimmert blau über der Weite des Pazifiks, amerikanische Matrosen, Soldaten, Zivilisten sitzen gewohnt beim Frühstück. Sie sind ahnungslos. Da bricht das Inferno über sie herein.

„Dies ist eine Sondermeldung. Das kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt: Das Heer und die Marine des Kaiserreiches sind im westlichen Pazifischen Ozean gegen die USA in den Kriegszustand eingetreten.“

„Die Japaner sind davon ausgegangen, dass nach einem ersten Sieg der Japaner „Aus heiterem Himmel “ die Amerikaner so geschockt und paralysiert sein würden, – wie die Chinesen bei der japanischen Landnahme in der Mandschurei Jahre zuvor – , dass sie wahrscheinlich um Frieden betteln würden.“ erläutert Sven Saaler, Professor für moderne japanische Geschichte in Tokyo.

Doch diese Vorstellung erwies sich als historisch suboptimale Fehleinschätzung. Die Reaktion des amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt fiel ganz anders aus, als es die Japaner erwartet hatten. Im Radio wendet sich US-Präsident Roosevelt an sein Volk:

„Yesterday, December 7th 1941, a date which will live in infamy, United States of America was suddenly and deliberately attacked by naval and air forces of the Empire of Japan.”

Roosevelt spricht von einem „Tag der Schande“, an dem Japan die USA urplötzlich und vorsätzlich angegriffen habe. Vom Kongress erhält er die Legitimation, Japan den Krieg zu erklären.

Auch Japans Militärdiktator Hideki Tojo meldet sich am Tag nach dem Überfall auf Pearl Harbor zu Wort – mit einer Rede im japanischen Rundfunk (Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk 6.12.2016):

„Die Existenz Japans hängt von diesem Krieg ab. Der Zeitpunkt ist gekommen, dass 100 Millionen Japaner aufstehen und mit allen Kräften gegen die Vereinigten Staaten von Amerika kämpfen.“

Ob Japan tatsächlich urplötzlich angreifen wollte – also ohne formelle Kriegserklärung – ist umstritten. Es habe Missverständnisse gegeben in Japans Führung, heißt es. Die Kriegserklärung sei zwar vor dem Angriff ausgestellt worden, dann aber in den Mühlen der kaiserlichen Bürokratie hängen geblieben, anstatt zugestellt zu werden. Der Historiker Yaguchi sagt:

„Es wird noch immer über diese verspätete Kriegserklärung gerätselt. Aber ich frage mich, ob es den Kriegsverlauf verändert hätte, wenn die USA eine oder eine halbe Stunde vor dem Angriff gewarnt worden wären. Japan wollte ja den Überraschungseffekt.“

Auch, wenn später mehrere Kommissionen herauszufinden suchten, wie es den japanischen Streitkräften gelingen konnte, Amerika derart zu überrumpeln, bleibt der Verdacht, zumindest US-Präsident Roosevelt sei kaum von dem Angriff überrascht worden. Im Gegenteil: Für ihn war der Angriff auf Pearl Harbor der willkommene Anlass, sein Volk, das mehrheitlich gegen die Teilnahme der USA am Zweiten Weltkrieg war, hinter sich zu bringen.(Quelle Jürgen Hanefeld Deutschlandfunk)

Plausibility of non-formalization as a political instrument

Voraussetzung war dafür, dass Roosevelt, trotz eindeutig dokumentiert vorliegender Erkenntnisse der US-Geheimdienste über einen am 7. Dezember 1941 bevorstehenden Angriff Japans, plausibel als nicht informiert zu gelten, vor die amerikanische Öffentlichkeit treten konnte, um seine Überraschung und sein Entsetzen authentisch zum Ausdruck bringen zu können. Was geschah.

„Klar ist: Roosevelt wollte in den Krieg gegen Hitler in Europa eingreifen. Pearl Harbor löste die richtige Stimmung aus. Viele Amerikaner empfanden die Attacke als unfair, noch dazu von Schlitzaugen. Auch solche rassistischen Motive spielten eine Rolle. Ich bin mit vielen Historikern einig: Roosevelt wusste, dass Japan die USA angreifen würde. Sie hatten ausreichend Funksprüche abgefangen. Aber sie wussten nicht, wo. Vielleicht eher auf den Philippinen, die ihnen ja gehörten. Aber Hawaii mit Flugzeugen? Das haben sie den Japanern nicht zugetraut.“, meint Jürgen Hanefeld (Deutschlandfunk)

Sie wussten sogar von einer für den 7. Dezember geplanten, 14-teiligen japanischen Note, mit der Japan die bilateralen Verhandlungen in Washington beenden sollte. Bis zuletzt hatten die Japaner vergeblich gehofft, Amerika zur Aufhebung des Ölembargos zu bewegen, das sie im Juli 1941 gegen Japan verhängt hatten.

Auslöser für das Ölembargo der USA gegenüber Japan, das nur noch für ein Jahr über Ölreserven im Sommer 1941 verfügte, war im Juli 1941 die völkerrechtswidrige Besetzung Französisch Indochina. Daraufhin beendeten die USA alle Öllieferungen nach Japan. Die USA, Großbritannien und die Niederlande ließen dem Ölembargo ein vollständiges Handelsembargo gegen Japan folgen.

Dermaßen außenpolitisch umzingelt, außenwirtschaftlich „eingehegt“ bzw. vom Weltmarkt ausgeschlossen wurde für Japan die Zeit von Tag zu Tag knapper, das Zepter des Handelns noch in der Hand zu behalten. Der Befreiungsschlag gegen Pearl Harbor musste erfolgen, solange es noch genügend Diesel für Schlachtschiffe, Flugzeugträger, U-Boote, Benzin für Panzer, rollende Geschütze, LKWs, Kerosin für Kampfbomber, Abfangjäger gab.
JP

http://www.deutschlandfunk.de/vor-75-jahren-japanischer-pyrrhussieg-mit-dem-angriff-auf.724.de.html?dram:article_id=373277
06.12.2016
Vor 75 Jahren
Japanischer Pyrrhussieg mit dem Angriff auf Pearl Harbor
Von Jürgen Hanefeld

Deutsche Unternehmen im „Würgegriff“ der US-Justiz ?

Sanktionspolitik Deutsche Unternehmen geraten, mangels Unternehmensstrafrecht ?, schuldlos in den Griff von US-Behörden, meint Stefan Buchen (NDR III Panorama Sendung vom 6.12.2016)

 

Lars Christiansen, Mitarbeiter der Commerzbank, wurde von der Commerzbank auf Druck von US- Behörden zum Bauernopfer gemacht, heißt es da.

“Ich hätte nie gedacht, dass ich mal arbeitslos werde,” meint Lars Christiansen in der Sendung.

Lassen wir Stefan Buchen von Panorama 3 zu Wort kommen:

„Auch mehr als ein Jahr nachdem ihm sein Arbeitgeber, die Commerzbank, gekündigt hat, fällt es ihm schwer, das zu glauben. Der 46-jährige Spezialist für “Cash Management & International Business” hat seinen Job nicht verloren, weil er sich Fehlverhalten hätte zu Schulden kommen lassen oder weil er schlechte Leistungen erbracht hätte. Er ist weder krank, noch sollte der Posten in der Hamburger Filiale der Commerzbank gestrichen werden. Lars Christiansen wurde gefeuert, weil die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika es so wollten. US-Beamte können dafür sorgen, dass in Deutschland Arbeitnehmer aus ihrem Job gedrängt werden? Klingt zwar wie eine linke Verschwörungstheorie, ist aber dennoch wahr.“

US-Gesetze entfalten weltweite Gültigkeit, heißt es da, wenig nach dem sowohl als auch von Geldwäsche im Drogen- , Waffengeschäft.verschleierte Finanzströmen für den internationalen Terrorismus nach Nine Eleven 2001 fragend weiter, so als ob es gar keine gesetzlicvhen Gründe, Klageerhebungs- Anlässe für das US-Justizministerium oder andere US-Behörden gebe, eine deutsche Bank, hier die Commerzbank, wg- Fehlverhalten nach US- Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht zu belangen, weil es doch in Deutschland solch ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht nicht gibt, seit es auf Anraten des Deutschen Juristentages 1953 durch die Konrad Adenauer Bundesregierung abgeschafft wurde.

Mutmaßlich, um deutsche Unternehmen, Verbände, Kommunen, Gebietakörperschaften von etwaigen Entschädigungsansprüchen ehemaliger Zwangsarbeiter und deren Angehörigen ( etwa 12 Millionen aus allen deutschbesetzten Gebieten Europas 1939- 1945) ) postfaktisch per vorrauseilenden Schutz freizustellen

Hintergrund: Sanktionsgesetze, Embargos gegen bestimmte Staaten, u. a. der Iran, Sudan, wurden durch den US-Kongress in Washington beschlossen, u. a. auch soweit diese, wie deutschland und die meisten europäischen Länder, außer Großbritannien, über kein oder ein unzulängliches ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht verfügen.

Die USA erwarten auch nicht, wie es in der Sendung verlautbart wird, dass sich die ganze Welt an diese amerikanischen Gesetze hält, sondern sich selber kompatibel ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht schafft .

Larmoyant nennen das hierzulande Kritiker, meistens sind es die ertappten Elche hinter vorgehaltener Hand, “Imperiale Übergriffigkeit” der USA.

Wir haben den Ausdruck nicht von linken Anarchisten, sondern vom gutbürgerlichen Professor Winfried Huck gehört, der Wirtschaftsrecht an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfenbüttel lehrt. lässt sich Stefan Buchen vernehmen.

Die Commerzbank wird in der Sendung als verfolgte Unschuld präsentiert, die genötigt wird, auf Druck der US.-Administration Mitarbeiter, entgegen deutschem Arbeitsrecht, ohne Abfindung noch Offenlegung der Begründung fristlos zu entlassen und sich in Notlügen zu flüchten. Das US-Geschäft der Commerzbank sei bedroht.

Der konkrete Fall (Quelle: Panorama 3):

„Die Commerzbank hatte bis 2008 iranische Kunden. Von Hamburg aus wickelte Christiansen den Zahlungsverkehr der größten iranischen Reederei ab. Diese Geschäfte standen im Einklang mit deutschen und europäischen Gesetzen. Die USA entdeckten darin jedoch Verstöße gegen ihre Gesetze. Die Staatsanwaltschaft New York überzog die Commerzbank mit einem Strafverfahren und drohte mit dem Entzug der Bankenlizenz in den Vereinigten Staaten. Unter diesem Druck stimmte die Commerzbank einem Vergleich mit der US-Regierung zu: Sie zahlte 1,3 Milliarden Dollar Strafe und feuerte vier Mitarbeiter, die von den US-Beamten bestimmt wurden, unter ihnen Lars Christiansen.

Lars Christiansen.
“Die Commerzbank teilte mir mit: ‘die Amerikaner zwingen uns, Dich zu kündigen. Du bist raus‘“, berichtet Christiansen. Für ihn ist das Vorgehen sowohl der US-Regierung als auch der Commerzbank vollkommen inakzeptabel. “Zwei Parteien haben einen Vergleich geschlossen, wobei ein Dritter, nämlich ich, rausgeworfen wurde. Ich hatte keine Verteidigungsmöglichkeit. Das widerspricht zutiefst den Rechtsprinzipien, die wir in Deutschland haben.”

Der Spezialist für den internationalen Zahlungsverkehr hat gegen seine Kündigung geklagt. Das Verfahren ist anhängig.

In der Sendung wird der Anschein erweckt, die USA kümmerten sich weder um deutsches, noch europäische Recht, was zu klären wäre. Nämlich, ob in Deutschland, Europa außenpolitische Vereinbarungen mit anderen Staaten, wie den USA, von deutschen, euopäischen Unternehmen, europaweit straflos missachtet werden könnem, weil diese Vereinbarung, aufgrund eines fehlenden ein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht nicht in die deutsche, europäische Gesetzgebung implementiert werden können?

Oder anders gefragt, wo sind denn die deutschen, die europäischen Politiker, die sich offiziell gegen die Embargopoilitik der USA gegen bestimmte Staaten, wie den Iran, Sudan, Nord- Korea, Syrien, Russland entschieden verwahrt hätten? Nein!, die gibt es nicht, sie haben druch alle parlamentarischen Ausschüsse, Banken der Regierung und Opposition zugestimmt.

Deutsche, europäische Unternehmen, Kommunen leiden zwar unter dem Druck der USA mit der Neigung, sich auf Vergleiche zu Lasten Dritter, nämlich einzelner Bauernopfer unter den Mitarbeitern, wie hier im Fall Lars Christiansen geschehen, einzulassen.

Dass von dieser Seite aber der Ruf nach einem deutschen, europäischen Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht ertönt, um Rechtsfrieden zu schaffen, auch US-Unternehmen hierzulande, europaweit, wie die „Bösen US-Neun“ (Google, Yahoo, Facebook, Ebay, Amazon, Microsoft, Twitter, AOL, Skype),strafrechtlich belangen zu können, ist mir noch nicht zu Ohren gekommen

Die Commerzbank mit ihrem Mitarbeiter Christiansen ist kein Einzelfall. Auch die HypoVereinsbank (HVB) in Hamburg hat vor kurzem, statt in den USA ein Hauptverfahren anzustreben, in einem Vergleich Mitarbeiter auf Verlangen der US-Behörden entlassen. (Quelle, Panorama).

Was die deutsche Politik in Berlin, die europäisch Politik in Brüssel dazu sagt, wurde in der Sendung nicht einmal ansatzweise erörtert.

So sind namhafte Unternehmen der Bekleidungs- und Textilindustrie wie Kik, selbst H&M, C&A u. a. Labels, die in Bangladesch ihre Produkte von Partner- Unternehmen fertigen lassen, von dortigen Mitarbietern wg. Nichteinhaltung der Sorgfaltspflicht bei der Durchsetzung der Menschenrechte am Arbeitsplatz hierzulande nicht zu belangen, weil es kein Börsen- , Unternehmens- , Verbands- und Außenwirtschaftsstrafrecht gibt.

Am Ende werden europäische, voran deutsche Regierungen, Gewehr bei Fuss des Nordatlantischen Paktes. stehen,, in stillem Einvernehmen europäischen Unternehmen die Option offenhalten, Milliarden € hohe Strafen der US-Justiz zu Lasten des Steueraufkommens in Europa, in Deutschland steuerlich als Betriebskosten abzuschreiben. (siehe u. a. VW-Abgasgate)
JP

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Deutsche-Unternehmen-im-Griff-von-US-Behoerden,wirtschaftskrieg128.html
Stand: 06.12.2016 12:32 Uhr – Lesezeit: ca.3 Min.
Deutsche Unternehmen im Griff von US-Behörden
von Stefan Buchen

https://joachimpetrick.wordpress.com/2016/08/30/warum-wir-ein-unternehmensstrafrecht-brauchen-why-do-we-need-a-corporate-crime/

https://www.openpetition.de/petition/online/unternehmens-und-verbandsstrafrecht

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/sven-giegold-fordert-unternehmensstrafrecht
JOACHIM PETRICK 04.12.2013 | 19:28 11
Sven Giegold fordert Unternehmensstrafrecht

Gefängnisindustrie boomt in Deutschland, den USA

Vollzugliches Arbeitswesen in deutschen JVAs, Teil europäischer Schattenwirtschaft?

Arbeitszwang im Strafvollzug als Gebot der Resozialisierung oder straflos menschenverachtende Ausbeutung von „Anempfohlenen“ im öffentlichen Gewahrsam und Fürsorge?

Möglichkeiten der Arbeitsverweigerung

Strafgefangene und Sicherungsverwahrte sind gemäß Strafvollzugsgesetz verpflichtet, einer ihnen zugewiesene Arbeit nachzukommen, zu der sie körperlich in der Lage sind (§ 41 StrVollzG). Hierfür erhalten sie eine Arbeitsentlohnung, die 9% des durchschnittlichen Verdienstes der ArbeiterInnen und Angestellten beträgt (§ 43 Abs. 2 StrVollzG), aber z. B. in Baden-Württenberg, Bayern, NRW nach Abzug der Kostenbeteiligung an Unterkunft, verpflegung in der JVA 1,97/Stunde nicht übersteigen darf.
– Quelle; https://www.direkteaktion.org/197/arbeitszwang-im-strafvollzug
JAN/FEB 2010 „Arbeitszwang im Strafvollzug“ –

Der Grund dafür ist wohl auch seit Einführung der Agenda2010 mit ihren arbeitsmarktpolitisch beworbenen Ich- AGs, 1€/Stunde Jobbern das postfaktische Abstandsgebot?

Beiträge in die gesetzliche Sozialversicherung werden zu Ungunsten der Strafgefangenen, Renten- und Sozialkasse nicht abgeführt.

3/7 des Lohns wird direkt ausgezahlt, 4/7 werden bis zur Haftentlassung zwangsweise angespart.

Noch im Jahr 2012 berichtet Die Welt enthusiastisch, dass das betuliche „Tüten Kleben“ in bundesdeutschen Haftanstalten seit der Jahrtausendwende ein Ende hat. Aus Arbeitsinspektoren vollzuglichen Arbeitswesens, wie es im Amtsdeutsch hei0t, sind Geschäftsführer, aus Sozialarbeitetn Arbeitsökonomen, Betriebswirte geworden, die mit ihren JVAs den Wettbewerb am Markt angetreten sind, sich mit dem Staat in Bund und Ländern im Rücken in der Lage erweisen, Arbeitsbedingungen von Produktionsstätten in China zu unterbieten, das Auslagern von Produktionsstätten aus Deutschland ins Ausland, nach China, Süd-Korea, Indien, Japan, Nordafrika, Osteuropa umzukehren.

JVAs kennen keinen Urlaub für arbeitende Insassen, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, keine Krankenkassenbeiträge, Beiträge zur Arbeitslosenversicherung, Rentenkasse fallen weder für Arbeitnehmer noch Arbeitgeber an

Die JVA Ravensburg in Baden-Württemberg ist Kooperationspartner des Gartengeräteherstellers Gardena, der bei der Planung und Bau der neuen JVA Mitsprache mit zwei Produktionshallen auf dem Gelände eingeräumt wurde. Aus Zwängen der Erweiterung wurde die Kantine der JVA angeblich mit Zustimmung der Insassen weil die ohnehin lieber allein auf ihrer Zelle essen, in eine Produktionsteil- Lagerstätte umgewandelt

Baden-Württemberg hat 2007 mit seinen JVAs und deren vollzuglichen Arbeitswesen etwa 30 Millionen € Profit erwirtschaftet, davon gehen 50 % direkt in den Landeshaushalt. nach Stuttgart, 50 % verblieben bei den JVAs für weiteren Ausbau des vollzuglichen Arbeitswesens.

Bayern hat auf dieser Schiene 2007 etwa 43 Millionen € erwirtschaftet, NRW etwa 45 Millionen €/anno. Späere Zahlen liegen nicht vor Die kurze Zeit des Einblicks in Daten scheint vorüber,

Das Signal der Agenda2010/Hartz IV Gesetze rotgrüner Arbeitsmarktreform 2003, befeuert von der Bundestagsopposition CDU/CSU/FDP, unter Bruch der Maastrichter Kriterien 1992 für den EU-Beitritt, zu alleinigen Lasten der Arbeitnehmerschaft war in vielerlei Hinsicht verheerend, was die Solidarität der europaweiten Arbeitnehmerschaft untereinander betrifft, aber vor allem, was die gewerkschaftlich gesamtgesellschaftliche Solidarität mit Strafgefangenen in Deutschland betrifft, die der Arbeitspflicht unterliegen, zwangsweise genötigt sind, mit ihren Dumpinglöhnen weit unter jedem Mindestlohn wider Willen zu eigenen Lasten der Arbeitnehmerschaft in den Rücken zu fallen. Was bisher von den Medien kaum registriert noch von besorgten Bürgern angeprangert
. Wer sich der Zwangsarbeit verweigert, gemäß Grundgesetz Artikel 12 Abs. 3, muss im Regelfall gegenwärtigen, an den Haftkosten beteiligt zu werden. Jeden Monat macht das dann ca. 360 Euro für Unterbringung und Verpflegung aus,

Weitere Sanktionen sind die Folge,

Entzug des Fernsehers, Beschränkung der Teilnahme an Freizeitaktivitäten innerhalb der Anstalt, Einschränkungen des Zugangs zu Vollzugslockerungen; keine Option, sich Dinge wie Tabak oder Kaffee zu kaufen, denn Nahrungsmittel dürfen nur vom Arbeitsentgelt erworben werden (§ 22 StrVollzG).

Nahezu 90 % der Inhaftierten wünscht zu arbeiten. Nicht wenige drängen regelrecht um Zuteilung einer Arbeit.

Grundsätzlich erhallten alle Inhaftierten auch ohne Arbeit auf ihren Zellen Taschengeld von zur Zeit in Höhe von 31,50 €/Monat. Das reicht eher nicht zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse, schon gar nicht, wenn jemand raucht und Kaffee trinkt. An ein Monats- , Wochen- , Tageszeitungs- Abo ist da nicht zu denken…

Die Monotonie ist tägliche Erfahrung, wenn Inhaftierte 23 Stunden am Tag in ihren Zellen hocken müssen. Da sind sie froh, der Zelle stundenlang zu entrinnen, soziale Kontakte zu haben, Arbeitsbeziehungen zu pflegen einer Ausbildung nach zu gehen und sich dann beim 14-tägigen Einkauf eine Kleinigkeit kaufen zu können; Gleichzeitig wird in vielen JVAs wohl zu recht darüber geklagt, dass die JVA-Shops überteuerte Preise verlangen.

Wenn überhaupt wird in Deutschland 2016 nacheilend über die zwangsweise Gestattungsproduktion in der DDR überhaupt, sonders in DDR-Haftanstalten für IKEA, Quelle, Neckermann, Osram, AEG, Kaufhof, Karstadt & Co zu Dumpinglöhnen in Mark Deutscher Noten (MDN) geklagt, über die „Gestattungsproduktion“ in bundesdeutschen JVAs wird eher kein Wort, wenn dann zumindest bis 2012, angesichts Globalisierungszwängen, ein lobendes Wort verloren.

In den USA boomt die privatisierte Gefängnisindustrie seit Jahrzehnten, beschleunigt seit der George W. Bush Ära 2000- 2008. Die USA sind gemessen an ihrer Bevölkerung mit an die 1 % (2 bis 3 Millionen) Spitzenreiter bei der Zahl Inhaftierter in der Welt, meist Schwarze, Latinos. (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3212/umfrage/laender-mit-den-meisten-gefangenen-im-jahr-2007/ )

In der Barack Obama US-Präsidentschaft 2008-2016 zeichnet sich da eine kleine Delle in der Zahl der Inhaftierter ab Obama war der erste US- Präsident, der je unter medialer Beteiligung ein US-Jailhouse besucht hat,

Seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten am 8.11 2016 frohlockt die Lobby der Gefängnisindustrie, angesichts erwarteten V Booms der Inhaftierten Zahl Die Gefängnisindustrie ist in den USA landesweit mit Gemeinden dicht verwoben, bisweilen einziger Arbeit- und Auftraggeber für Bürger als Aufsichts- und Hilfspersonal, Zulieferer, Freischaffender, Anwälte, gewerblicher Betriebe, Hersteller, Telekommunikationsanbieter, Call-Center ist.

Nicht auszudenken, welches Frohlocken in der deutschen Gefängnisindustrie mit kooperierend angeschlossenen Unternehmen ausbricht, wenn die Alternative für Deutschland (AfD) 2017 in Bund und Ländern Regierungsbeteiligung erreicht?

In Deutschland boomt die Gefängnisindustrie, teil-privatisiert lukrative Haftanstalt gibt es in Hühnfeld, Offenburg, Bremervörde, Burg, 17 weitere hoch-profitabel private Haftanstalten sind im Entstehen.

Inhaftierte hierzulande registrieren, dass immer mehr Mithäftlinge aus Osteuropa, Russland, dem Kaukasus, Afrika, Asien, Türkei, Arabien, keine deutschen Sprachkenntnisse haben, Analphabeten sind, sich mit deutschen Gesetzen nicht auskennen, noch auskennen wollen, unsolidarisch jeden Arbeitszwang hinnehmen, weil sie in ihren Herkunfsländern Schlimmeres gewöhnt sind.

Gilt das klammheimlich administrativ als Reservoir zukünftiger Zwangsarbeiter nach kleinen, größeren Nichtkooperierens, Regelverstössen, Vergehen genau unter den 1,2 Million vorwiegend jung und männlichen Flüchtlingen zu rekrutieren, die 2015 bis heute unter der Überschrift „Willkommens- und Ankunftskultur“ nach Deutschland kamen, der Schattenwirtschaft in Deutschland hinter JVA- Maschendraht, – Mauern höchstwillkommen zu Diensten zu sein?

In den USA wurden bereits in der Barack Obama US-Präsidenten Amtszeit präventiv 800 Internierungslager als Hochsicherungstrakte errichtet, ausgestattet, die noch leer stehen.

Was ist, wenn Donald Trump am 20.1.2017 als US-Präsident inauguriert ist. mindestens 3 Millionen Papierlose in den USA, die meisten aus Mexiko,Kuba, Mittelamerika, wie angekündigt, dorthin in Abschiebehaft deportieren lässt?
JP

https://www.welt.de/wirtschaft/article108919998/Deutsche-Knastarbeiter-statt-chinesische-Billigloehner.html
WIRTSCHAFT MADE IN GERMANY
Deutsche Knastarbeiter statt chinesische Billiglöhner
Von Flora Wisdorff | Veröffentlicht am 01.09.2012 | Lesedauer: 11 Minuten