Doppelpass, Frage der Loyalität oder Identität?

Doppelpass, erste Option für ein neues WIR in unserer Einen Welt

Debatte über Doppelpass, wer wir sind?, mit Rio Reiser (1950- 1996) gesprochen, „Kein Mensch ist illegal“

Jakob Augstein fragt in seiner aktuellen Spiegel- Kolumne „Wer wir sind..?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/doppelte-staatsbuergerschaft-wer-ist-deutsch-kolumne-a-1109391.html#js-article-comments-box-pager
Debatte über Doppelpass: Wer sind wir …
Donnerstag, 25.08.2016 – 14:13 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein

Zu allererst ist mit dem 1996 verstorbenen Rio Reiser gesprochen,

„Kein Mensch illega!“

Wir sind Menschen in der Einen Welt. Morgen schon können wieder wie 1989, Mauern fallen und neue Staatsbürgerschaften über vorherige Ländesgrenzen hinweg werden begründet. Fangen wir mit der EU- Staatsbürgerschaft an

Wenn Angela Merkel sagt:

„Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln.“

offenbart sie unbefangen, dass sie bisher keinen Begriff davon hat, was Loyalität. was Identität ist, dass nach der dunklen deutschen Zeit 1933- 1945 dann von 1949- 1969 in einem geteilten Deutschland kalter Krieger niemals die Loyalität im Sinne einer Identität zu einem Land im Vordergrund stehen konnte und stand,

– Gustav Heinemann, SPD- Bundespräsident 1969- 1974, hat auf die Frage, ob er Deutschland iiebe, geantwortet, ich liebe meine Frau –

– die DDR ist mit dem Versuch von 1958 im Wege ihrer neuen Verfassung gescheitert, aus eíner eigenen Staatsbürgerschaft nicht nur Loxalität sondern auch Identität erfolgreich zu kommunizeiren..1990 trat die DDR, gemäß Art. 23 GG dem Geltungsbereich des Grundgesetzes in der Bundesrepublik Deutschland bei – ,

sondern zu einer unabdinglichen Grundhaltung eines

„German Way of Life after Holocaust, after War“,

die auf einen bestimmten Gesellschaftsentwurf abhebt, in dessen Zentrum grundgesetzlich unveräußerlich verankerte Demokratie, Freiheit, Völker- und Menschenrechte stehen.

Wenn Jakob Augstein betont, diejenigen, die dem Doppelpass hierzulande das Wort redeten, führten Wasser auf die Mühlen des türkischen Präsidenten Erdogan, verwechelt in dieser Debatte, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, meiner Meinung nach, ohne weder den einen wie anderen begriff kennltich zu machen, Loyalität mit Identität,

Wenn es bei der Kölner Demontration von Erdogan Anhängern

„Für Demokratie und Freiheit in der Türkei“

nach dem Miltärputsch am 15 Juli 2016 um Vergehen gegen Loyalität im grundgesetzlichen Sinne und nicht um Identität gegangen wäre, müssten jetzt an die 30 000 Demonstranten wg. Gesetzesverstössen ein Strafverfahren am Halse haben. Dem ist aber nicht so.

Die Geschichte der USA ist am Anfang keineswegs die Geschichte einer Nation,

– die Gründung der USA 1776 gab den Anstoß zur Französischen Revolution 1789 als Gesellschaftsentwurf für die gesamte Menschheit im Sinne Immanuel Kants Begriff vom Weltfrieden. Das es anders kam, steht auf einem anderen Blatt der Geschichte –

eines Landes, denn das gehörte den Einwanderern in Nordamrika gar nicht. – das gehörte den dort ansässig indigenen Völkern – ,

sondern eines Gesellschaftsentwurfs für die gesamte Menschheit auf dem Weg der Freiheit von Sklaverei, Unterdrückung durch Kolonialherren, Monarchen, Despoten.

Ausgerechnet der Eintritt der USA in den entfachten Ersten Weltkrieg 1917 europäischer Kolonialmächte hat die USA mental auf eine, neben anderen, Nation zusammen schnurren lassen. Das war und ist bis heute n. m. E. ein historisches Verhängnis, das auch nicht durch die russische Oktoberrevolution 1917, der Gründung der UdSSR 1922 als Gesellschaftsentwurf für die gesamte Menschheit, der jedes Land theoretisch ungehindert beitreten konnte, geheilt wurde.

Im Gegenteil seit der Oligarchen- Putinokratie ab 2000 ist in Russland nur noch von Staat, Liebe für das Vaterland, die Nation, trotz des Viielvölkerstaates GUS, viel von Ehre, miitärischem Heldentum und nicht vom Gesellschaftsentwurf für die Menschheit die Rede. Was Not tut, angesichts von weltweit 70 Millionen Flüchtlingen inner- und außerhalb ihrer Heimatländer

Da ist der Doppelpass als Option das Mindestmaß aller „Instrumente“ Richtung Welt- Bürgerschaft in der Vielfalt der Regionen. um einen Begriff vom neuen WIR in unserer Einen Welt zu kommunizieren

Abschleßen kann ich für mich die Debatte

„Doppelpass, Frage der Loyalität oder Identität?“

eindeutig Richtung Loylaität, Einhaltung von rechtsstaatlichen Grundsätzen und Gesetzestreue beenden.
JP

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/doppelte-staatsbuergerschaft-wer-ist-deutsch-kolumne-a-1109391.html#js-article-comments-box-pager
Debatte über Doppelpass: Wer sind wir …
Donnerstag, 25.08.2016 – 14:13 Uhr
Eine Kolumne von Jakob Augstein

https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/weg-mit-doppelter-staatsbuergerschaft
JOACHIM PETRICK 05.08.2016 | 15:48 85
Weg mit Doppelter Staatsbürgerschaft?
Jakob Augstein ruft in seiner aktuellen S.P.O.N. Kolumne „Mea Culpa“, macht den Jan Fleischhauer, vereinnahmt Heribert Prantl, fordert „Schluss mit Doppelter Staatsbürgerschaft

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Ein Kommentar zu „Doppelpass, Frage der Loyalität oder Identität?

  1. Wagt Augstein Ritt über den Bodensee zur Identitären- Bewegung?
    Wenn Jakob Augstein schreibt: „Die Deutschen könnten sich daran erinnern, wie es war, als sie selbst zu Hunderttausenden in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderten. Heute würde man sie wohl als schwer integrierbar bezeichnen. “ geht dabei leicht verloren. dass es bis ins 19 Jahrhundert nicht Deutsche Identitäten, sondern Hessen, Bayern, Sachsen, Westfalen, Hamburger, Preußen, Rheinländer Identitäten waren, die aus reiner Not nach Amerika auswanderten oder sogar von Landesherren dorthin verkauft wurden. In den USA ging es, anders als Augstein nahelegt, eher nicht um identitäten, die waren und sind europäisch, asiatisch, afrikanisch, mexikanisch, karibisch, ozeanisch, sondern um Loyalität gegenüber Gesetzeslagen oder nicht, also die Frage, bleibt eine Person gesetzestreu oder schließt sie sich dem Gangsterwesen und deren Syndikaten an. Angesichts des strukturellen Rassismus in den USA von einem dortigen Schmelztiegel zu sprechen, beschreibt kaum die Wirklichkeit.

    Der Doppelpass ist als solcher gegenwärtig Gesetzeslage und verlangt nicht nach Identität mit dem Deutschsein, sondern Loyalität, Gesetzestreue hierzulande, . Wer den Doppelpass infrage stellt, ohne auf diesen Kontext und die gegenwärtige Gesetzeslage zu verweisen, läuft Gefahr oder strebt danach, aus einer Frage der Loyalität eine der Identität zu machen und schnell im Vokabular und Gedankengut der identitären Bewegung zu landen.

    Genau um das zu vermeiden, hebt Bundeskanzlerin Merkel mit ihrem scharf vorgetragenen Satz:voller gewollter Unschärfen nicht auf Identität sondern auf Loyalität ab, ohne das eine vom anderen zu unterscheiden; „Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln.“ Anders als Jakob Augstein halte ich das nicht für das Todesurteil bisheriger Integrationspolitik, sondern für die Fortsetzung eines allgemein gesellschafts- und rechtspolitischen Verwirrspiels, Rechts- und Unrechtsbwewusstein hierzulande zu relativieren. Augstein geht es nicht um Loyalität, wie Merkel, sondern um ein neues nationales Verständnis hierzulande, wie er schreibt. Ist da der Doppelpass, ein Instrument der Loyalität, nicht als Gegenstand von Debatten ein untaugliches Mittel?

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